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Coburg
Trainer-Casting

Alois Mráz ist heißer Kandidat für den Trainerposten beim HSC

Ein ehemaliger tschechischer Nationalspieler könnte in Coburg eine neue Ära einläuten. Wird Alois Mráz Nachfolger von Jan Gorr beim HSC Coburg?
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Alois Mráz kann besonders gut mit jungen Spielern umgehen. Der 139-fache tschechische Nationalspieler könnte schon bald in der HUK-Arena an der Seitenlinie stehen und den Spielern des HSC 2000 Coburg Anweisungen geben. Foto: Rainer Schmidt
Alois Mráz kann besonders gut mit jungen Spielern umgehen. Der 139-fache tschechische Nationalspieler könnte schon bald in der HUK-Arena an der Seitenlinie stehen und den Spielern des HSC 2000 Coburg Anweisungen geben. Foto: Rainer Schmidt

Kennen Sie Alois Mráz? Wahrscheinlich nicht. Denn nur Handball-Insidern ist der 41-jährige Tscheche ein Begriff. In Coburg könnte dieser Mann eine neue Ära einleiten. Der ehemalige tschechische Nationalspieler ist nämlich heißer Kandidat für den vakanten Trainerposten beim Handball-Erstliga-Aufsteiger HSC 2000 Coburg.

Nach Tageblatt-Informationen sind sich die "Gelb-Schwarzen" mit dem aktuellen Jugendtrainer des VfL Gummersbach bereits einig. Bestätigen will diese Personalie aber noch niemand. Erst nach Pfingsten soll der neue HSC-Coach offiziell präsentiert werden. In den letzten Tagen seien etliche interessante Bewerbungen eingegangen, sogar aus dem Ausland. Im engen Favoritenkreis waren am Donnerstag aber nur noch "zwei oder drei Trainer" - so Coburgs designierter Geschäftsführer Jan Gorr, der die Wahl seines eigenen Nachfolgers entscheidet.

Gehen wir also von Mráz aus. Vieles spricht nämlich für den Familienvater. Er passt ideal ins Anforderungsprofil des HSC Coburg. Jan Gorr und Alois Mráz kennen sich gut, sind nahezu gleich alt. Der HSC sucht auch keinen etablierten, starken Trainer - den könnten sich die Gelb-Schwarzen wohl auch gar nicht leisten. Der Klub will viel mehr einen frischen, unverbrauchten Übungsleiter installieren. Eben einem Newcomer eine Chance geben, der den "Coburger Weg" weiterführt. Einer, der sich mit Gorr auf Augenhöhe austauscht, um das Projekt voranzubringen. Eben einen wie Mráz.

Er erfüllt alle diese Voraussetzungen. Gorr (42) und Mráz (41) - beide mit hessischen Wurzeln - das wäre eine passende Konstellation. Auch das Finanzielle sollte passen, schließlich spielt das Budget bei der Coburger Trainersuche eine entscheidende Rolle. Wieder hat Mráz gute Karten, denn der gebürtige Pilsner ist bezahlbar. Seine Gehaltsforderung liegt sicher deutlich unter der üblichen Taxe - ein gestandener Trainer in der 1. Handball-Bundesliga verdient rund 15 000 Euro brutto im Monat. Mráz ist billiger und sollte für die Vestestädter deshalb realisierbar sein. Obwohl der HSC die Katze erst nach Pfingsten aus dem Sack lässt, so spricht doch viel für Alois Mráz als neuen Trainer des Erstligisten. Der künftige Chefanweiser hat bis zum Start der Saisonvorbereitung noch gut sechs Wochen Zeit, um sein neues Umfeld und vor allem sein neues Team kennenzulernen. Der Klassenerhalt wird für den Neuen zwar eine Herkulesaufgabe, aber ist verlockend und wäre für einen "Newcomer" wie Alois Mráz besonders reizvoll.