Mit einem Abschiedsgottesdienst vor der Matthäuskirche in Buttenheim hat sich die evangelische Kirchengemeinde Hirschaid-Buttenheim-Strullendorf von Pfarrerin Mirjam Elsel verabschiedet. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um diesen Anlass mit zu begehen und sich auch persönlich von ihr zu verabschieden. Pfarrer Eckhard H. Mattke würdigte ihre fünfjährige Tätigkeit in der Kirchengemeinde und dankte für ihr Wirken. Sie wird ab sofort in der Evangelischen Erwachsenenbildung tätig sein.

Den Gottesdienst feierte Pfarrerin Elsel mit vielen biblischen Worten, so unter anderem den Seligpreisungen, die sie in ihrer Arbeit für die Kirchengemeinde begleitet haben. Sie sprach von der Suche nach Gottes Spuren, die überall in der Welt zu finden seien, auch in den zerbombten Ruinen in Syrien und in den Flüchtlingslagern auf dieser Welt. Für sie ist "Gottes Gegenwart besonders dort, wo Menschen leiden, aber nicht weil irgendetwas Gutes am Leid ist".

Nach dem Gottesdienst entband Dekan Hans-Martin Lechner Pfarrerin Elsel von ihren Pflichten und Aufgaben und segnete sie und die Anwesenden. Er dankte ihr für ihren Dienst und ihre Klarheit und Authentizität in ihrem Amt. Er erinnerte insbesondere an ihr Engagement in der Flüchtlingsfrage, für die sie 2019 mit dem Zivilcourage-Preis der Stadt Bamberg ausgezeichnet wurde. Als Organisatorin der Mahnwachen Asyl am Bamberger Gabelmann werde sie laut eigener Aussage auch weiterhin tätig sein.

Klare Werte und Positionen

Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) sprach auch im Namen seiner anwesenden Bürgermeisterkollegen Karl-Heinz Wagner (Altendorf, CSU), Klaus Homann (Hirschaid, CSU) und Wolfgang Desel (Strullendorf, CSU) und würdigte Elsel als "eine Person, die die Gabe hat, zuhören zu können und gleichzeitig mitfühlende Hilfestellung zu geben". Ihr gelinge es, alle Menschen, egal welchen Alters, egal welcher Herkunft und egal welcher Gesellschaftsschicht, mitzunehmen, sagte Karmann. Er sprach von ihren klaren Wertevorstellungen und das sich deutliche Positionieren in gesellschaftlichen und kirchlichen Belangen.

Für die katholische Pfarrgemeinde St. Bartholomäus bedankte sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Johanes Schuberth für das "gute ökumenische Miteinander und für die vielen gemeinsamen Veranstaltungen in Buttenheim". Man muss "Ökumene von unten leben", so Schuberth und er hoffe, dass das in Zukunft auch so weitergehen wird.

Peter Dotterweich, der Rektor der Buttenheimer Deichselbachschule, überbrachte die Grüße des Lehrerkollegiums und sprach vom großen Engagement und Einfühlungsvermögen von Pfarrerin Elsel für die ihr anvertrauten Schüler.

Für die Kirchengemeinde verabschiedete sich der Vertrauensmann Florian Hintsche von Pfarrerin Elsel. Er dankte für die Anstöße, die sie der Gemeinde gegeben habe, für das "offene Ohr" für die Anliegen aller Gemeindemitglieder und ihr "bewundernswertes Talent als Menschenfischerin". Ähnlich warme Worte des Dankes fand für die Jugend und Konfirmanden Laura Quast, die ein eigens für den Anlass gemachtes Gedicht vortrug und ein Erinnerungsbuch überreichte.

Sichtlich gerührt nahm Mirjam Elsel die zahlreichen Dankesworte und Erinnerungsgeschenke entgegen. Sie werde "die Begegnungen mit vielen Menschen mitnehmen" und bat um Gottes Segen und die Verantwortung der Menschen füreinander. Mit den Worten von Pfarrer i. R. Erwin Pfaff wünschte sie sich zum Schluss "eine gute Nachrede".