"Ich gewinne das Perfekte Dinner", gibt sich Vera Löwisch vorab siegesgewiss. "Und wenn's denen nicht schmeckt, kriegt's der Hund!" Nun, es ist ja meist nicht schlecht, einen Plan B in der Hinterhand zu haben, Aber ob man gleich vom Schlimmsten ausgehen muss?

Vera Löwisch ist mit ihren 56 Jahren zwar die älteste Kandidatin der Bamberger Dinner-Runde, aber das muss in ihrem Fall nicht viel heißen. Denn Vera hat zwar ein ganzes Haus voller Engel und Madonnenstatuen, geht aber auch schon mal mit ihrem Sohn Bernd (30) in die Disco. Ein Glück also, dass Freund Gerhard nur am Wochenende zu Besuch kommt. So hat Vera unter der Woche sturmfrei - und mehr Zeit für Sport und Shopping. Denn die 56-Jährige hat ein Faible für Schuhe.

Und natürlich auch für's Kochen.
Ein "Bezauberndes Menü" soll es geben, bestehend aus Orangen-Möhren-Suppe, Viktoriabarschfilet mit Avocado-Kartoffelsalat und einem "süßen Seelenbalsam" alias Mandelcreme. Damit das alles auch gelingt, fungiert Sohn Bernd als Küchenhilfe. "Unser Verhältnis ist meistens harmonisch und manchmal anstrengend", erklärt der 30-Jährige. Aber er sehe Vera auch gar nicht als Mutter, sondern eher als Freundin. Schließlich gehen beide auch zusammen feiern, wenn sie frei haben. Und nur dann, wenn Bernd im Lande ist, denn der ist Flugbegleiter.


Mehl im Kühlschrank

Ein Glück also, dass die Dreharbeiten in diesen Zeitraum fallen, denn: "Auch Bernd kann sehr gut kochen", wie Vera betont. Gemeinsam machen sich die beiden also an die Vorbereitungen. Die größte Herausforderung dabei: Platz im Kühlschrank für die irrtümlich schon geschälten Avocados zu schaffen. Denn darin stehen unter anderem Mehl und Haferflocken. "Ich hatte mal Maden im Mehl, die waren schwer wieder los zu kriegen, seitdem steht alles im Kühlschrank. Da kommen die nicht rein."

Bevor die Gäste eintrudeln, hilft Bernd seiner Mutter noch, das richtige Kleid für den Abend auszuwählen. Und bei der Tischdeko, "damit die nicht zu kitschig wird", sagt Vera. "Das ist schwierig, bei der Engelsflut", kontert Bernd. Ein herzliches Mutter-Sohn-Verhältnis eben.

Als Gastgeschenk für Vera gibt's Blümchen von den Herren und einen Ballon-Hund von Catalina. Schließlich habe Vera erzählt, bisher keinen eigenen Vierbeiner zu haben. Die Gastgeberin ist gerührt, überprüft sogleich das Geschlecht des aufblasbaren Tieres und tauft es Elisa. Zwischen Aperitif und Vorspeise hat Vera dann noch ein besonderes Ass im Ärmel: Passend zum "bezaubernden" Thema des Abends taucht dann Tim auf, Zaubertricks zum Besten gibt.


Extrawürste für die Gäste

Bei der Vorspeise bekommt Catalina extra eine Champignon-Suppe, weil Vera sich erinnert, dass die keine Möhren mag. Dafür kriegt Ronald statt der Mandelcreme einen Käseteller zum Nachtisch, denn der Schornsteinfeger mag nix Süßes. "Vera ist bisher auf jeden Fall die aufmerksamste Gastgeberin von uns allen", stellt Studentin Catalina fest.

Was man von den Gästen nicht unbedingt behaupten kann. Während Ronald nur Schnappatmung angesichts (älterer) aufreizender Fotos von Vera bekommt, machen sich die Studenten im Hundesalon über einen Stoffhund her. Das arme Tier wird nicht nur mittels Schere und Langhaarschneider übel zugerichtet, sondern auch noch mit Scheuermilch (!) einshampooniert und dann zum Trocknen gegen den Wannenrand geschlagen. Lustig? Eher nicht.

Alles in allem sind die Gäste aber voll des Lobes für Veras Dinner. 35 Punkte bekommt die 56-Jährige - und geht damit deutlich in Führung. Nur Ronald hat jetzt am Freitag noch die Chance, die Hundepflegerin vom Thron zu stoßen. In diesem Fall bliebe Vera noch die Hoffnung, dass vielleicht der Wendler "Das Perfekte Dinner" schaut. Denn die 56-Jährige ist ein großer Fan des selbst ernannten Schlager-Königs und bekennt, sie würde gerne mal für ihn kochen. Sie würde dann auch zu seinem Gesang tanzen. Hierzu eine Bitte an Vox: Sollte das auch noch ausgestrahlt werden: Bitte die Musik ausblenden...