Jetzt eine warme Suppe! Das ist genau das Richtige, wenn man aus der Kälte nach Hause kommt. Eine Konservendose aufzumachen oder ein Pulver aus der Tüte anzurühren ist aber nur die zweitbeste Lösung, denn nichts geht über Selbstgekochtes.

Eine gute Suppe herzustellen, dazu braucht es in den meisten Fällen Zeit. Man kann Vorrat einfrieren, der sich bei Bedarf schnell auftauen und erhitzen lässt. Oder Zutaten wählen, mit denen alles ganz fix geht.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Fruchtsuppe aus Beeren, die nicht nur gut schmecken, sondern auch viele gesunde Inhaltsstoffe haben? Holunder soll eine positive Wirkung bei Erkältungen, aber auch bei Nieren- und Blasenbeschwerden haben sowie Herz und Kreislauf stärken.

In vielen Gärten findet man Holundersträucher, deren Blüten sich zum Aromatisieren von Limonade oder Sekt verwenden lassen. Oder man zieht sie durch flüssigen Teig und backt sie in Fett aus. Das schmeckt tatsächlich sehr gut! Hauptsächlich gewinnt man aus den schwarz-lila Beeren aber Saft, den man (verdünnt) trinkt oder daraus Gelee herstellt.


Beeren lassen sich gut einfrieren

Holunderbüsche stehen in der freien Natur oft an Wegrändern. Wenn man die Stellen kennt, ist die Chance auf eine Ernte gut (außer jemand anderes war schneller). Die Beeren lassen sich gut einfrieren. Roh verzehrt sind sie ungesund. Man muss sie gründlich erhitzen.

Dezember ist nun nicht gerade die Zeit, um Holunderbeeren, die auch Fliederbeeren oder Holler genannt werden, zu pflücken. Aber Saft - sofern man ihn nicht selbst gemacht hat - bekommt man fast überall. Verdünnen kann man ihn selbst, deshalb sollte man immer zu Muttersaft oder Direktsaft greifen.

Für die Holundersuppe nimmt man die Beeren, kocht sie mit Wasser und Zucker auf und streicht sie durch ein Sieb. Dass dabei auch etwas Fruchtmus in die Suppe kommt, ist der Vorteil dieser Methode.


Auf jeden Fall nachsüßen

Wer Saft aus der Flasche verwendet, sollte kosten. Muss noch etwas Wasser dazu, damit es nicht zu kräftig schmeckt? Auf jeden Fall wird man nachsüßen müssen, denn die Beeren bringen einen sehr geringen Eigenzuckergehalt mit. Holundersaft lässt sich auch gut mit Apfelsaft kombinieren.

Die Flüssigkeit in einem Topf erhitzen und mit etwas in Wasser angerührtem Kartoffelmehl andicken. Das war auch schon die ganze Arbeit! Heiß in Teller füllen und mit vorher in Butter in der Pfanne angerösteten Weißbrotwürfeln garnieren.

Die Suppe schmeckt übrigens auch kalt vorzüglich. Wer will, kann einen Klecks Sahnejoghurt in die Mitte geben und mit einem Löffelstiel Muster in die Suppenoberfläche malen.