Am 11. Spieltag in der Fußball-Bayernliga Nord empfängt der SV Memmelsdorf am Samstag (15 Uhr) die SpVgg Ansbach. Nachdem sich die Mannschaft von Trainer Hans- Jürgen Heidenreich zuletzt gegen den TSV Neudrossenfeld mit einem mageren 1:1 zufrieden geben musste, steht heute der nächste Aufsteiger vor der Tür.

Viel hatten sich die Memmelsdorfer für die Auswärtspartie in Neudrossenfeld vorgenommen. Insgesamt waren sie zwar auch das deutlich spielstärkere Team, doch am Ende konnten sie froh sein noch den Ausgleich kurz vor Ende der Partie erzielt zu haben. Die Anhänger der Bamberger Vorstädter müssen also weiterhin auf die ersten drei Punkte dieser Saison warten.

Mit der SpVgg Ansbach erwartet den SVM ein Aufsteiger aus Mittelfranken, der derzeit den 13. Rang belegt.
Unter der Woche konnte die Elf von Trainer Fredi Skurka in einem Testspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth mit einem 3:1-Sieg auf sich aufmerksam machen. Vor allem die dominante Spielweise gegen die Profis aus Fürth war dabei beachtlich. Mit viel Selbstvertrauen reist der Gegner also heute an die Memmelsdorfer Schmittenau.

Bereits zweimal gab es das Duell Memmelsdorf gegen Ansbach in der Bayernliga. Das liegt allerdings schon gute fünf Jahre zurück. Doch ein Spieler wird sich gerne an diese Partie zurückerinnern. Tobias Seifert erzielte beim damaligen Auswärtssieg das goldene Tor zum 1:0. Vielleicht stellt sich dies an diesem Spieltag als ein gutes Omen für die Truppe aus Memmelsdorf dar. Auf solch vergangene Erfolgsmomente können und wollen sich die Trainer Heidenreich und Grasser selbstverständlich nicht verlassen. Die wichtigste Aufgabe besteht wohl erstmal darin, die Defensive zu stärken. Mit 25 Gegentoren in zehn Spielen ist die Verteidigung des SVM bisher alles andere als ein Bollwerk. 2,5 Gegentore im Schnitt sind deutlich zu viel und in der Bayernliga nicht konkurrenzfähig.

Eine kompakte Abwehr zu formieren setzt allerdings auch voraus, dass auf den Positionen der Verteidiger eine gewisse Kontinuität vorherrscht. Das ist beim SVM derzeit allerdings kaum möglich, da immer wieder wichtige Stützen wegfallen. Johannes Wolfschmidt zum Beispiel kann aller Voraussicht auch gegen Ansbach nicht mitwirken. Damit wird am Samstag wohl wieder eine neu formierte Memmelsdorfer Abwehr auflaufen müssen, die dem Ansbacher Sturm Paroli bieten muss. pg
SV Memmelsdorf: Haupt (Jensch) - Borgelt, Spies, Krüger, Pflaum, Malette, Ghiaccio, Saal, Wolfschmidt(?), Paliyski, Andreychuk, Scharf,Grasser , Staudt, Seifert