Bei der 14. Oldtimer-Bergprüfung des MSC Scheßlitz gelangen erstmals zwei Teilnehmern zwei Wertungsläufe ohne Zeitdifferenz. Es ist schon mehrfach vorgekommen, dass der Gesamtsieger bei der Scheßlitzer ADAC-Bergprüfung in zwei Wertungsläufen die identische Zeit fährt. Dass dies aber an einer Veranstaltung gleich zwei Teilnehmern, einem Motorrad- und einem Autopiloten gelang, gab es in diesem Jahr zum ersten Mal.

Davon war auch Schirmherr und erster Bürgermeister Roland Kauper beeindruckt. Bei hochsommerlichen Temperaturen schickte er das erste und zugleich auch älteste Fahrzeug, eine Indian, Baujahr 1942 auf die Strecke. Es schlossen sich knapp 30 Motorräder und etwa 75 Automobile an, die in zwei Wertungsläufen die Bergstrecke nach Dörrnwasserlos unter die Räder nahmen, um möglichst identische Fahrzeiten zu erreichen.


Wenngleich das Zuschaueraufkommen aufgrund der Sommerhitze keine neuen Rekorde brachte, säumten doch zahlreiche motorsportbegeisterte Fans die Strecke und applaudierten den Teilnehmern und ihren historischen, motorisierten Kostbarkeiten. Trotz der hohen Temperaturen von über 30 Grad hielten die PS-Oldies durch. Nur zwei Piloten mussten wegen technischem Defekt aufgeben.

Den Sieg bei den Motorrädern holte sich Helmut Schöne aus Grimma auf der AWO RS 250/1 (Baujahr 1956) mit zwei zeitgleichen Läufen. Auch der Heiligenstadter Markus Penning auf einem sehr schön aufgebauten VW Polo schaffte zwei identische Läufe. Letztendlich wurde aber Platz 1 an Helmut Schöne vergeben, da er das ältere Fahrzeug an den Start brachte.

Bei den Lokalmatadoren aus den Motorradklassen erreichte Hans Ullmann aus Schammelsdorf in der zusammengelegten Klasse 5 und 6 mit der Honda CB 550 Platz 2 mit einer Zeitdifferenz von 14/100 Sekunden. Hermann Dittrich aus Wiesengiech gelang mit dem zweitältesten Motorrad, einer Rabeneick 150, Platz 3 in seiner Klasse (Differenz 1,83 Sek.).

Obwohl nur Zweiter in der Gesamtwertung, brachten die identischen Läufe für den Heiligenstadter Markus Penning natürlich zusätzlich den Klassensieg bei den Automobilen in der Klasse bis Baujahr 1987. Lokalmatator Lothar Löffler vom MSC Scheßlitz wurde Dritter mit 11/100 Sekunden Differenz. Harald Hohe aus Bamberg erreichte mit dem turbobefeuerten Audi 80 Platz 3 bei den Fahrzeugen bis Baujahr 1979 (Zeitdifferenz ebenfalls 11/100 Sekunden).

Bei der abendlichen Siegerehrung bedankten sich der Vorsitzende des MSC Scheßlitz, Robert Nikol, und der neue Fahrtleiter Jürgen Dotterweich bei den Piloten für die an den Tag gelegte Disziplin während der Veranstaltung, die störungsfrei und ohne Unterbrechung beendet werden konnte.