Der FC Baunach musste zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Kreisklasse Bamberg, Gruppe 1, gegen den Tabellenzweiten SV Zapfendorf eine deutliche 0:3-Niederlage hinnehmen. Nach diesem Erfolg bleiben die Gäste dem Spitzenreiter SC Kemmern mit nur zwei Punkten Rückstand weiterhin dicht auf den Fersen.

Mit unterschiedlichen Zielvorgaben starteten der FC Baunach und der SV Zapfendorf in das Spieljahr. Während für die Hausherren als Aufsteiger vordergründig der Klassenerhalt ohne Relegationsspiele angepeilt wird, möchten die Zapfendorfer im Kampf um die beiden Vorderplätze kräftig mitmischen. Der FC Baunach lag nach Aussage seines Fußball-Abteilungsleiters Luigi De Vita vor dem Heimspiel gegen den SV Zapfendorf "mit 18 Zählern nach 14 ausgetragenen Partien weitgehend im Soll", habe aber vier bis sechs Punkte leichtfertig auf der Strecke gelassen.
Langfristig sollen die "Grün-Weißen" wieder als feste Größe in der Kreisklasse etabliert werden. Nur in einer Saison, 2005/06, gehörte der FCB der Kreisliga an. Die restliche Zeit der letzten beiden Jahrzehnte war für die Baunacher Fußballer stets die Kreis- und A-Klasse die sportliche Heimat.

Wie Coach Sascha Hornung, der den mittlerweile 104-jährigen Traditionsklub seit Dezember 2013 trainiert, verlauten ließ, "fehlte es seiner Mannschaft in dieser Serie in manchen Situationen an der notwendigen gesunden Härte, aber auch an Erfahrung". Von der Mentalität her seien seine Jungs oftmals einen Tick zu brav. "Aber wir sind halt nicht mehr in der A-Klasse, und in der Kreisklasse sind die Anforderungen wesentlich höher", fügte der 44-jährige an. In der Torbilanz liegt der FC Baunach nach starkem Beginn mit vier Spielen ohne Niederlage ziemlich weit hinten. Seine bisher 19 erzielten Treffer verteilen sich auf acht Schützen.


SVZ stellt junges Team

Beim SV Zapfendorf ist der erfahrene Trainerfuchs Georg Hoydem in der dritten Saison im Amt. Nach Darstellung des Fußball-Abteilungsleiters Helmut Hohmann hat er die Mannschaft "stetig weiter verbessert, hält ein super Training und stellt seine Jungs immer gut auf den jeweiligen Gegner ein". Die Truppe des SVZ hat ein Durchschnittsalter von knapp unter 22 Jahren und besteht ausschließlich aus Eigengewächsen. "Dies ist das sichtbare Ergebnis unserer sehr guten Nachwuchsarbeit. Hier werden die Junioren von der A- bis zur G-Jugend sehr gut ausgebildet", freut sich Hohmann über diese Entwicklung.

Die Zapfendorfer Mannschaft spielt das moderne Spielsystem mit der Viererkette. In 14 Begegnungen hat diese erst acht Gegentore zugelassen. Der breite Kader ist von der Nr. 1 bis zur 18 sehr ausgeglichen aufgestellt. Rund ein Drittel der 32 Zapfendorfer Treffer steuerte der 23-jährige Mario Heublein (11 Tore) bei. Wenn das Talent weiterhin so erfolgreich trifft, wird sich dies bestimmt auf die Konstanz der ganzen Mannschaft auswirken. Bislang hat es nur eine Niederlage gegeben (0:1 zu Hause gegen den Post-SV Bamberg). Nach fünfjähriger Bezirks- und nachfolgender zehnjähriger Kreisliga-Zugehörigkeit ist der SV Zapfendorf in der Runde 2011/12 in die Kreisklasse abgestiegen.

Gleich zu Beginn der Partie gegen Zapfendorf wurden die Vorgaben des Baunacher Trainers nicht eingehalten. Die Gäste gingen mit ihrem ersten Eckball in der 2. Min. durch einen Kopfballtreffer von Franz-Josef Spindler in Führung. Ein kurzzeitiges Aufbäumen der Platzherren brachte nichts Zählbares ein. Kurz vor der Pause gab es doch noch eine Chance auf Baunacher Seite. Nach Vorarbeit von Thomas Otto feuerte Daniel Ankenbrand einen Schuss gegen das Außennetz.

Der SVZ hatte auch in der zweiten Halbzeit den besseren Start. Diesmal fehlte jedoch Franz-Josef Spindler das Glück, als er einen Abpraller von Torwart Ulf Kalb nicht verwerten konnte. In der 61. Min. fiel die Vorentscheidung. Einen vom Baunacher Jonas Reh am Gästestürmer Mario Heublein verursachten Elfmeter verwandelte der Gefoulte cool zum 0:2. Eine gute Viertelstunde später landete der Ball zum dritten Mal im Baunacher Netz. Der eingewechselte Alexander Hälterlein donnerte das Leder aus 14 m ins lange Eck.

Der Zapfendorfer Trainer Georg Hoydem war mit der Leistung seiner Schützlinge in der Begegnung beim FC Baunach nicht vollends zufrieden, sagte aber: " Letztendlich zählen nur die drei Punkte, die wir mitgenommen haben." Wie der Berichterstatter der Platzmannschaft, Otto Hampe, mitteilte, werden auf dem alterwürdigen Rasenplatz des Baumacher Stadions voraussichtlich nur noch vier Spiele ausgetragen. Das mittlerweile in die Jahre gekommene Spielfeld wird durch einen Kunstrasenplatz mit Flutlicht ersetzt.


Die Statistik

FC Baunach Kalb - Menzel, Reh, Schmeiduch, Korn, Knoblach, Jungkunz, Cron, Altrichter, Ankenbrand, Otto (63. T. Tadler), (78. Sandhauer), (78. Feulner)
SV Zapfendorf C. Gunzelmann - Beierlein, Heger, Bienlein, Stöhr, Heinecke, Wicht, Bontjes, Hennemann, Spindler, Heublein (61. A. Gunzelmann), (61. Hälterlein), (83. Freitag)
SR Marco Deuerling (TSV Gundelsdorf)
Zuschauer 50
Tore 0:1 Spindler (2.), 0:2 Heublein (61., Foulelfmeter), 0:3 Hälterlein (79.)