Paukenschlag am späten Sonntagabend: Das Verbandssportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat das am 26. März wegen Sicherheitsbedenken ausgefallene Bamberger Bayernliga-Duell zwischen dem FC Eintracht 2010 und der DJK Don Bosco mit 2:0 für die DJK als gewonnen gewertet. Darüber hinaus verhängte es gegen den FCE wegen "Verursachen eines Spielausfalls" eine Geldstrafe von 100 Euro. Zudem muss der hoch verschuldete Verein, der Ende März einen Insolvenzantrag gestellt hat, die Verfahrenskosten in Höhe von 50,75 Euro tragen. Gegen das Urteil, das der BFV noch nicht veröffentlicht, aber beiden Vereinen am Sonntag zugestellt hat, kann der FC Eintracht 2010 innerhalb einer Woche Berufung einlegen. Auf der Verbands-Homepage wurde die Tabelle bereits entsprechend korrigiert.

Die für den Karsamstag angesetzte Begegnung des 23. Spieltags war vom gastgebenden FCE am Gründonnerstag abgesagt worden.
Nach Erkenntnissen der örtlichen Polizei hatten sich in den Tagen zuvor Anzeichen verdichtet, dass gewaltbereite Fangruppierungen das Derby für ihre Zwecke missbrauchen wollten. Daraufhin hatte Bayernliga-Spielleiter Thomas Unger die Partie als sogenanntes "Risikospiel" eingestuft. Die Polizei hat der Begegnung dann sogar den Status "Hochsicherheitsspiel" zuerkannt. Darüber hat das Ordnungsamt der Stadt Bamberg den gastgebenden Verein am Gründonnerstag informiert. Der FC Eintracht 2010 sah sich in der Kürze der Zeit aber nicht in der Lage, die damit verbundenen Auflagen des Sicherheitskonzepts zu erfüllen. Das Sportgericht überzeugte dieses Argument aber nicht.