Im Spiegelsaal der Harmonie starteten die SPD-Kreisverbände Bamberg Stadt und Land ins neue Jahr und damit auch in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. Felix Holland, SPD-Kreisvorsitzender Stadt-Bamberg, konnte im voll besetzten Saal zahlreiche Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und viele Behördenvertreter begrüßen. Auch der Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU) war gekommen. Mit besonders viel Beifall wurden die SPD-Urgesteine Max Reichelt, Andreas Stenglein und Hans de With begrüßt, die die Aufmerksamkeit sichtlich genossen.

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD), der süffisant bemerkte, dass er mittlerweile den Überblick verloren hätte, mit wie vielen Gegenkandidaten er für das Amt des Bamberger Oberbürgermeisters rechnen muss, sprach in seinem Redebeitrag darüber, welche Aufgaben in der Welterbestadt Bamberg zu bewältigen sind. Er spannte den Bogen von bereits abgearbeiteten Projekten der vergangenen Amtsperiode hin zu den Aufgaben der Zukunft, die alle Aufmerksamkeit der politisch Verantwortlichen benötigen. Angefangen beim Klimaschutz, der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Bamberg, über die Digitalisierung, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten, die Folgen der Konversion und der Weiterentwicklung des Muna-Geländes bis hin zu Fragen des Tourismus und wie es mit der AEO weitergeht. Darüber hinaus müssten Infrastrukturen angepasst und vielleicht auch einmal neu gedacht werden.

"Starke Stadt für alle"

Der Oberbürgermeister plädierte "für eine starke Stadt für alle", für alle Bürger, ganz gleich, welcher Nationalität oder Religion sie angehören beziehungsweise welche Hautfarbe sie haben und ob sie krank, behindert oder sozial benachteiligt sind. Jeder soll in Bamberg seinen persönlichen Lebenstraum verwirklichen können.

In einer kleinen Talkrunde diskutierten Starke und der SPD-Landratskandidat Andreas Schwarz, wie die Zusammenarbeit von Stadt und Land verbessert werden könnte. Schwarz wünscht sich einen gemeinsamen Wirtschaftsreferenten, denn nur so könne der Wirtschaftsraum Bamberg weitergebracht und die aktuellen Probleme bei Bosch, Brose und Michelin und deren Zulieferfirmen kompensiert werden. Weitere Themen waren der regionale Omnibusbahnhof, "auf den man nicht warten kann, bis der ICE-Ausbau abgeschlossen ist", und der öffentliche Personennahverkehr, der "dringend optimiert werden muss". Es "müssen Pläne endlich umgesetzt werden", so der ehemalige Strullendorfer Bürgermeister, der sich auch für das 365-Euro-Ticket stark machte.

Im Anschluss erzählten Valentina Weymann, die auf der SPD-Stadtratsliste kandidiert, und Patricia Hanika, die wieder als Kreisrätin für die SPD nominiert ist, über ihre Beweggründe, für die SPD Verantwortung zu übernehmen.

Nach den Reden blieb noch genügend Zeit für Gespräche und die ein oder andere Anekdote aus der Vergangenheit wurde zum Besten gegeben. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte die "Jazz-Küche" mit Martin Durst und Konrad Buschhüter.