"Vierzig Jahre hat sich um die Statue des Nepomuk niemand gekümmert", sagt Walter Kiraly bei der Segnung der jetzt frisch restaurierten Heiligenstatue. Die Figur des Märtyrers steht vor seinem Haus, sodass sich der Steinmetz immer wieder mit ihrem Zustand beschäftigen konnte. Mit seiner langen Berufserfahrung, er arbeitete häufig auch als Restaurator, kennt sich Walter Kiraly bestens mit alten Statuen aus.

Beim Nepomuk reizte ihn die die handwerkliche Herausforderung. Er restaurierte liebevoll den Heiligen und gestaltete das Umfeld der Statue. Um das Vorhaben zu verwirklichen, waren unzählige Arbeitsstunden erforderlich. Brückenheiliger ist Nepomuk hier nicht, aber von seinem Standort kann er direkt auf die Brücke über die Itz schauen. Unten an der Statue ist die Jahreszahl 1730 angebracht. 1729 wurde Johannes Nepomuk von Papst Benedikt XIII heiliggesprochen.
Der unbekannte Stifter der Skulptur hat also sehr schnell reagiert und bereits im Jahr 1730 konnte sie aufgestellt werden.

"Mit der Restaurierung hat sich für mich ein Wunsch erfüllt", sagte Pfarrer Reinhold Braun bei der Segnung des Heiligen. Dem Restaurator sprach er seinen Respekt für die handwerkliche Leistung aus. Die Figur bezeichnete er als "Schmuckstück am Ortseingang" und würdevolle Wegemarke. Wegen des engen Bezugs der Statue zur vorbeifließenden Itz erfolgte die Segnung des Monuments mit Itzwasser, das vorher geweiht werden musste und dem geweihtes Salz zugefügt wurde.

Der Schüler Niklas Deschner las die Geschichte des Heiligen vor und erinnerte daran, dass König Wenzel Nepomuk nach grausamer Folterung in die Moldau stürzen ließ. Nach der Segnung des Denkmals wurde gefeiert.