Lohnt sich die Investition von schätzungsweise 30 000 Euro? Das ist die Frage, die in Schrappach am Freitag geklärt werden soll. Der Burgwindheimer Gemeindeteil mit rund 50 Einwohnern, die in 14 Anwesen leben, versorgt sich selbst über eine zentrale Anlage mit Trinkwasser. Das Problem: Die Grenzwerte für Uran werden minimal überschritten, Filtern könnte das beheben.

Nur soll Schrappach künftig über die Auracher Gruppe mit Trinkwasser versorgt werden. Ab wann genau das sein wird, steht aber noch nicht fest. Anlass dafür, dass sich der Marktgemeinderat in der von Zweitem Bürgermeister Johannes Polenz (DLB) geleiteten Sitzung mit der Angelegenheit befasste, war eine Anfrage des Landratsamtes. Bekanntlich läuft in Schrappach die vereinfachte Dorferneuerung an. In deren Zuge sollen dann auch 460 Meter Ortsdurchfahrt (Kreisstraße ) erneuert werden.


Die Arbeiten dafür sollen noch in diesem Jahr stattfinden. Damit bei einem Anschluss dieses Gemeindeteils an die Auracher Gruppe die Straße für die Einbringung der Wasserleitungen in ein paar Jahren nicht gleich wieder aufgerissen werden muss, will das Landratsamt für seine weiteren Planungen wissen, ob nicht gleich Leerrohre (auf Kosten der Auracher Gruppe) mit eingebaut werden können.

Namens der Schrappacher war Hannelore Schmitt in der Sitzung erschienen. Sie informierte zu den Grenzwerten, die würden um ein Mikrogramm überschritten. Das könnte jedoch relativ einfach und zwar mittels einer Filteranlage behoben werden. Dafür habe man schon Angebote angefordert.

Da es nicht sinnvoll sei, für jedes Anwesen eine eigene solche Anlage anzuschaffen, sei eine zentrale vorzuziehen. Die müsste allerdings auch eingehaust werden. Man gehe von Gesamtkosten zwischen 20 0000 bis 35 000 Euro aus. Genaueres wird bei der Versammlung der Schrappacher diese Woche geklärt.

Seitens der Zuhörer wurde nachgefragt, ob es denn überhaupt notwendig sei, Rohre in die Straße einzubauen, nachdem doch bereits ein Wasserleitungsnetz bestehe. Kämmerer Konrad Götze merkte dazu an, die Auracher Gruppe verwende wohl immer eigene Anlagen. Geklärt werden muss nun, ob die Anschaffung der Filteranlage notwendig ist und wie sie finanziert wird. Die Zustimmung der Schrappacher und die Kostenübernahme für die Leerrohre durch die Auracher Gruppe vorausgesetzt, tendiert das Gremium zu deren Einbau.