Emsiges Treiben herrscht im Gemeindehaus der Ukrainischen griechisch-katholischen Pfarrei St. Nikolaus in Bamberg. Junge Leute - Studenten aus der Ukraine, aus Polen und Bulgarien - wühlen sich durch Kleiderberge. Jedes Stück nehmen sie in die Hand, begutachten es sorgfältig und sortieren Unbrauchbares aus. "Schrott können wir nicht schicken", betont Pfarrer Bogdan Puszkar, der immer wieder sein herzliches Lächeln zu den fleißigen Helfern schickt.

Ende Oktober will Puszkar einen dreizehn Meter langen, vollgepackten Lkw einer Spedition aus Neunkirchen am Sand in die Ukraine schicken. Wenn "der Westen die Ukraine auch allein lässt", wie der Pfarrer etwas bitter sagt, so wolle er mit seiner Gemeinde etwas für seine Landsleute in Not tun. Und zwar für "alle Bedürftigen unabhängig von Religion und Kirche", die von dem militärischen Konflikt betroffen seien.