Pffff, nee. Aber durch die Stadt lauf' ich jetzt nicht, bei diesen Backofentemperaturen. Der planende Kollege braucht ein "Zehn Minuten" für die Seite 14.

Irgendwas, wo man hinfahren kann. Was Erfrischendes, das ginge gerade noch. "Fahr halt mit'm Auto neis Schwimmbad!" schlägt er vor.

Käme recht teuer: Zaunreparatur, Bergekran, Wasseraustausch... Und wäre tagsüber sowieso nicht durchführbar. Aber eine Erfrischung fürs Auto ist eine gute Idee. Das hat es mal wieder verdient.

Die sechs Euro Eintritt (aufgerundet) zahlt man beim Mann an der Dusche. Wie es sich für einen Wellness-Tempel gehört, muss der fahrbare Untersatz von jetzt an kein Rad mehr selbst bewegen.
Er wird von einem Förderband gezogen.


"Das es sowas gibt?!"

Wer jetzt eine Schilderung des Waschgangs erwartet, der sollte... mal selbst eine Anlage benutzen, bei der man im Fahrzeug sitzen bleiben kann. Und wenn er hat, Großmutter oder Urgroßmutter mitnehmen, die das noch nie erlebt haben.

Ich erinnere mich gern daran, als ich bei einer solchen Waschaktion zum ersten Mal meine Oma dabei hatte, die sich auch im hohen Alter immer aufgeschlossen für Neues zeigte.

Sie war restlos begeistert, "dass es sowas auch gibt" - denn sie, die selbst nie ein Auto besessen hat, kannte aus der Ferne nur Anlagen, in denen man den Wagen abstellt.


Liebesgrüße vom PÜD

Das wäre dann wohl die erste Serienfolge, bei der die zehn Minuten nicht zusammenkommen, denn so lange dauert das Waschen nicht. Die paar Bilder von unter Reinigungswalzen bebenden Fenstern sind schnell gemacht.

Ist das schon Chaos im Cockpit, die kruschtelige Anhäufung freundlicher Grüße vom Parküberwachungsdienst? Nein, die kann man zeigen.

Gut, etwas ordentlicher hätte der Kittelschürzen-Report-Kittel schon gefaltet sein können, der auf dem Beifahrersitz seines Einsatzes im Oberhaider Rathaus bei der Gemeinderatssitzung harrt. Ich gebe zu, ich habe die Regeln für mich bei der Hitze ein wenig gelockert: Nicht den ganzen Tag im Kittel stecken, sondern nur dann, wenn's drauf ankommt.


Das Glücksschwein und seine Marotten

Ja, Higgins, was soll denn das, wo schaust Du hin? Dein Job ist es, auf die Straße zu achten, damit nichts passiert! Es ist ein Kreuz mit diesem Glücksschwein. Kaum hat mal ein menschlicher Beifahrer auf "seinem" Sitz Platz genommen, spielt es den Beleidigten und verweigert den Dienst.

Trocken gepustet und getupft verlässt der Wagen die Anlage. Schwimmbad hätte für ihn nicht schöner sein können.