Zum traditionellen Start der Kürbissaison kamen zahlreiche Altendorfer Bürgerinnen und Bürger, Altendorfer Kürbisköniginnen und -könige sowie die örtliche Politikprominenz auf dem Dorfplatz zusammen, um diesen Anlass gebührend zu feiern. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Jugendblaskapelle Buttenheim.

Zuvor waren die ersten Kürbisse symbolisch am Ortsausgang geerntet, die neue Werbetafel enthüllt und "die vielseitig verwendbare Riesenbeere" auf den Platz vor der Kapelle gebracht worden. Dort konnten dann zahlreiche Leckereien gekostet werden, die man aus und mit Kürbissen herstellen kann. Ganz egal, ob man sich die schmackhafte Kürbissuppe schmecken ließ, gerne auch mit einem Kürbiskernbrötchen, Kürbisbowle mit und ohne Alkohol oder lieber mit dem schon bekannten Kürbis-Secco vorliebnahm - für jeden Geschmack wurde etwas angeboten. Zum ersten Mal konnten die Besucher auch einen Kürbiskuchen probieren, der von der Rathausverwaltung gebacken und sehr gelobt wurde. Für die in Altendorf lebenden Asylbewerber war das sicherlich ein interessanter Einblick in einen Teilbereich deutschen Kulturlebens.

2016 wird wohl kein besonderes Kürbis-Jahr werden, so die Prognose von Nikolaus Först, denn es sei zu "Beginn des Jahres zu kalt und zu regnerisch" gewesen. Först hat bereits vor 45 Jahren mit dem Kürbisanbau begonnen. Mit dem "Gelben Zentner" und mit "Evergreen", wie er sich erinnert. Schon fast ein Medienprofi, hat er über seine Erfahrungen und sein Wissen gerade erst wieder bei einem Interview für Bayern 1 und für Bayern 3 erzählt.

Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) macht sich ein bisschen Sorgen um den Kürbisanbau. "Es gibt eigentlich nur noch drei Kürbisbauern in Altendorf" und die "Jungen haben wenig Interesse an der oft körperlich schweren Arbeit", klagt das Gemeindeoberhaupt. Darüber hinaus würden die Ansprüche der Käufer immer höher und "nur makellose und saubere Kürbisse finden Abnehmer".

Für das anstehende Kürbisfest am 2. Oktober sind die Planungen schon fast abgeschlossen. Auf den Umzug will man zukünftig verzichten, dafür gibt es einen Kürbislauf. Für Kinder bis 7 Jahren findet der "Zierkürbis-Lauf", mit einer Länge über rund zwei Kilometer statt und ein "Hokkaido-Lauf", über die Distanz von etwa vier Kilometern für Jugendliche von 8 bis 15 Jahren. Anmeldungen können noch bis zum 16. September bei der Gemeindeverwaltung entgegengenommen werden. Die Startgebühr beträgt 10 Euro und beinhaltet ein T-Shirt mit dem Kürbelix, das auch beim Lauf getragen werden soll. Für den Kürbislauf werden noch Streckenposten gesucht. Der Bürgermeister kündigte für das Kürbisfest eine kulinarische Spezialität an. Was es genau sein wird, will er noch nicht verraten.