Es wächst zusammen, was - schon mal - zusammengehörte: Blumige Worte über eine blühende Zukunft erfüllten am Dienstagabend die Laimbachtalhalle. Der nächste Schritt zur interkommunalen Zusammenarbeit ward getan. Vertreter aus elf ober- und unterfränkischen Gemeinden rückten an den Tischen zusammen, steckten dabei die Köpfe zusammen, aber keine Claims, sondern gemeinsame Handlungsfelder ab, die künftig im Rahmen der Baunach-Allianz angegangen werden.

Erstes sichtbares Zeichen der Nachbargemeinden: Auf 30 Flächen werden in allen Kommunen zwischen Maroldsweisach und Baunach, Kaltenbrunn und Kirchlauter Blumen- bzw. Bienenwiesen angelegt, um von einer gedeihlichen Zusammenarbeit zu künden. "Die Saatmischungen sind bestellt, die Hinweis-Schilder im Entstehen!", versprach Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) als Allianzsprecher. Als Vorbild dient die Aktion "BauNachHaltigkeit".

Unter der gekonnten Moderation von Philipp Ruhstorfer vom Berater-Institut aus Erfurt machten sich die rund die 70 Teilnehmer an der Regionalkonferenz Gedanken, wie die Zusammenarbeit konkret ausgestaltet wird. Als Themenbereiche hatte Ruhstorfer viele Ideen herausgefiltert, die in den letzten Wochen über eine Internetplattform eingegangen waren.

"54 Leute haben sich daran schon beteiligt und 150 Beiträge geliefert", zeigte sich der Diplom-Geograf mit der Resonanz zufrieden. "Das ist etwas mehr als bei anderen Projekte, die unser Büro betreut." Ab 31. März wird dazu eine Internetseite freigeschaltet, um noch mehr Menschen anzusprechen und zum Mitmachen zu bewegen

Ein Thema hatte Ruhstorfer nach eigenem Bekunden diesmal noch ausgeklammert, will dies aber bei der nächsten Regionalkonferenz, die Ende Mai stattfindet, nachholen: Die Ortsumgehungen im Zuge der B 279.


Viele Ideen

Dabei gibt es schon jetzt jede Menge an Aufgaben, die im eigenen Zuständigkeitsbereich angegangen werden könnten. Dazu einige Stichpunkte: Vernetzung der Unternehmen, altersgerechten Wohnraum schaffen, öffentlicher Nahverkehr mit regionalem Verkehrsplan, Vernetzung von Radwegen und gastronomischen Einrichtungen samt Übernachtungsbetrieben, Bauberatung auch für denkmalgeschützte Objekte, Ausbildungsbörse, ökologische Landwirtschaft, Hochseil-Klettergarten, Mountain-Bike-Strecke, Aussichtsturm auf dem Stachel, gemeinsame Gewerbegebiete, Schulungen für Mitarbeiter in allen Vereinen in den Mitgliedskommunen, Direktvermarkter.

"Da haben wir eine Menge an Themen zu bearbeiten", schaute Jürgen Hennemann voraus, der die "gute Steuerung durch das Büro" lobte, deren Mitarbeiter/innen das Verfahren geschickt moderiert hatten. So bekam jeder Teilnehmer gleich am Eingang eine (Los-)Nummer, für einen der Arbeitstische, an denen später die Themenfelder beackert wurden. So war eine bunte Mischung gewährleistet.

"Wir können gemeinsam viel bewegen, um den Menschen, die hier leben zu einer besseren Zukunft verhelfen", ist Hennemann überzeugt.