Obere Brücke, Dom, Rosengarten - es sei die ganz normale Stadtführung gewesen, die er mit der Gruppe gemacht hat, sagt Gästeführer Werner Kräußling.
Trotzdem erregte die kleine Gesellschaft Aufsehen, als sie am Mittwoch Mittag in Bamberg unterwegs war. Kein Wunder: Die elf Zweibeiner waren in Begleitung von zwölf Vierbeinern.

Initiatorin der Stadtführung mit Hunden war Doris Ehret-Wemmer. Die Leonbergerin veranstaltet seit einigen Jahren "Hundewanderungen" für maximal zwölf bis 13 Tiere und deren Herrchen und Frauchen. Der Bamberg-Besuch stand auf dem Programm einer Wanderwoche in der Fränkischen Schweiz, die am 13, Mai zu Ende geht.

"Überall, wo wir aufgetaucht sind, sind wir angenehm aufgefallen", versichert die reisefreudige Hundeliebhaberin aus Leonberg.


Auch in der Weltkulturerbestadt hätten sie nur positive Erfahrungen gemacht, was Gästeführer Kräußling bestätigt. Er habe sich nicht recht vorstellen, wie die Führung mit Hunden ablaufen wird.

Selbst Hunde-Besitzer, habe ihn die Aufgabe gereizt und er die Gelegenheit genutzt, seinen eigenen Hund "Mausi" mitzunehmen. Es sei alles gut gegangen, besser als gedacht. Und, so der Gästeführer: "Wir sind ganz oft angesprochen worden."


Kein Angebot der Stadt

Die "Hundeführung" war nach Auskunft von Andreas Christel, dem Leiter des städtischen Tourismus- und Kongress-Service (TKS), bislang einmalig. Sie dürfte es auch bis auf Weiteres bleiben: Seitens des TKS ist nicht daran gedacht, solche Angebote aktiv zu unterbreiten.

Man habe auf Anfrage Doris Ehret-Wemmer lediglich einen tierlieben Gästeführer vermittelt. Christel: "Wir versuchen immer, Wünsche zu befriedigen."