Der "Bürgerwindpark Heiligenstadt-Brunn" ist seiner Realisierung ein gutes Stück näher gekommen. Der Heiligenstadter Marktgemeinderat hat jetzt in einer nichtöffentlichen Sitzung mit 11:4 Stimmen die Gründung einer entsprechenden Projektgesellschaft beschlossen.

Die Planungen sehen vor, dass einmal acht Windkraftanlagen auf einem 180 Hektar großen Vorranggebiet zwischen Brunn und Hohenpölz entstehen sollen. Das Projekt hat ein Volumen von 40 Millionen Euro. Heiligenstadts Bürgermeister Helmut Krämer (Einigkeit) äußerte den Wunsch, dass die Beteiligungen am Windpark in der Region bleiben.

Die Marktgemeinde geht von einem dafür notwendigen Eigenkapital in Höhe von acht Millionen Euro aus. Finanziert werden soll das Projekt über eine mindestens 64 Prozent umfassende Bürgerbeteiligung.
Der Projektgesellschaft gehören neben der Marktgemeinde Heiligenstadt die Stadtwerke Bamberg Energieerzeugung, die Stadtwerke Ebermannstadt Versorgungsbetriebe sowie die Regionalwerke Bamberg an.
Beim Landratsamt Bamberg haben die Partner bereits einen Genehmigungsantrag für den Bau und Betrieb von acht Windkraftanlagen gestellt. "Die vollständigen Arbeitsunterlagen sollen dann bis zum 30. Juni dieses Jahres eingereicht werden", sagte Krämer.


Artenschutz auf dem Schirm

Der Regionale Planungsverband hat offenbar inzwischen eine Fläche von 40 Hektar in dem betreffenden Vorranggebiet positiv beurteilt.

Außerdem hatte sich der Kreisausschuss des Landkreises Bamberg bereits im Januar für eine Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst" ausgesprochen. Damit könnte die Fläche für die Windkraftanlagen um 140 auf dann 180 Quadratmeter erweitert werden.
Laut dem Gechäftsführer der Regionalwerke Bamberg, Hubert Treml-Franz, handelt es sich bei der Fläche bei Brunn um ein größtenteils landwirtschaftlich genutztes Areal.

Bereits im März vergangenen Jahres sei damit begonnen worden, das Gebiet unter artenschutzrechtlichen Aspekten zu prüfen. Eine Windertragsberechnung habe zudem gezeigt, dass bei einer jährlichen Leistung von 60.000 MWh etwa 15.000 Haushalte in der Region mit Strom versorgt werden könnten.
Die Projektpartner haben sich vorgenommen, die Öffentlichkeit in absehbarer Zeit über das Vorhaben und die möglichen Beteiligungsformen zu informieren.