"Rund um's Bamberger Hörnla", so lautete das Motto des ersten Genusstages der Region Bamberg in Buttenheim. Viele Besucher aus dem ganzen Landkreis nahmen bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen die Gelegenheit wahr, sich über regionale Produkte zu informieren und so manches "Schmankerl" gleich vor Ort zu kosten.

Rund um die Buttenheimer Marktstraße luden 37 Anbieter sowie weitere Infostände und Kinderaktionen zum Verweilen und Ausprobieren ein. Ganz egal ob Wildbratwürste oder echtes fränkisches Kartoffelgemüse, ob Honigspezialitäten oder Apfelsecco vom Michelsberg - für fast jeden Geschmack war etwas zu finden. Der eine oder andere Besucher zeigte sich erstaunt vom reichhaltigen Angebot der regionalen Betriebe und so manches "ganz besondere Geschenk" wurde an diesem Tag erworben.
Für viele Verbraucher wird es immer wichtiger, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt.


Anbieter treffen auf Verbraucher

Matthias Motzel von der Edelbranntweinbrennerei Motzel bot den Besuchern "Edle Brände" aus Strullendorf an und zeigte sich sehr angetan von der Idee, "regionalen Anbietern eine Plattform zu bieten und damit gleichzeitig dem Verbraucher die große Palette regionaler Produkte zu zeigen". Seine Brände, Liköre und Geiste entstehen nur aus heimischen Früchten und werden in einem aufwendigen Prozess hergestellt.

Bereits am Vormittag hatte Landrat Johann Kalb (CSU) die Veranstaltung im Festzelt eröffnet und die Genusskarte der Öffentlichkeit vorgestellt. Hier findet der Verbraucher den Weg zu über 100 regionalen Anbietern in der Region Bamberg an. Die Mitgliedsbetriebe stellen ihre Produkte mit überwiegend aus der Region hergestellten Rohstoffen her.


Söder und die "fränkische Seele"

Als Festredner und Schirmherr für den ersten Genusstag in der Region Bamberg fungierte Markus Söder, der Bayerische Staatsminister für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (CSU). In Anwesenheit der lokalen Politikprominenz aus der Region, dem Land, dem Bund und aus Europa philosophierte der Minister über die "fränkische Seele" und sprach davon, dass "der Franke leidenschaftlich nur ist, wenn's ums Essen geht".

Für ihn sei der "ländliche Raum eine Zukunftsregion, die es gilt zu stärken". Er erinnerte an die Anstrengungen des Freistaats Bayern im Bereich Direktvermarktung und Regionalmarketing. Der Buttenheimer Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) überreichte dem Minister ein T-Shirt von Levi Strauss mit der Aufschrift "Buttenheim" und fühlte bereits jetzt beim Finanzminister vor für die sicherlich notwendigen Mittel für den geplanten Umbau des Levi-Strauss-Museums. Trotz eines engen Terminkalenders ließ es sich der Minister nicht nehmen, ein dunkles Bier zu probieren und seine Unterschrift, wie es in Buttenheim üblich ist, auf eine Levi's-Jeans zu setzen.

Ein eigens für diesen Tag kreiertes Genussbrot in der Form eines Hörnchens wurde sehr gelobt. Weizenmehl, Quark, getrocknete Kartoffeln verfeinert mit verschiedenen Körnern ergeben einen besonderen Brotgeschmack. Buttenheims zweiter Bürgermeister Erich Werner (CSU) schwärmte mehr für die angebotenen Kartoffelbratwürste, aber auch das Betthupferl-Bier, das es im Hotel Schuberths zu probieren gab, fand viel Zuspruch.


Viele Informationen und viel Musik

Die Besucher konnten zudem bei verschiedenen Fachvorträgen im Levi-Strauss-Museum, so u.a. zum Verbraucherschutz durch Lebensmittelüberwachung oder zur modernen Lebensmittelanalytik, ihr Wissen erweitern. Bezirksheimatpfleger Professor Günter Dippold referierte über "Die Geschichte der Kartoffeln in Oberfranken". Für die musikalische Unterhaltung wurde einiges geboten, unter anderem durch die Jugendblaskapelle Buttenheim, den Bäckerchor und Gruppen der Kreismusikschule.

Ein vielseitiges Angebot für Kinder und Jugendliche rundete den ereignisreichen Tag ab. So gab es zum Beispiel, am Stand der Lias-Grube alles rund um die Kartoffel zu entdecken. Das Halt-Mobil mixte leckere alkoholfreie Cocktails. Dazu war ein Parcours aufgebaut, der mit "Alkohol-Brillen" bewältigt werden sollte. Gut besucht war auch immer der Schulbauernhof Heinershof, die LBV-Umweltstation Fuchsenwiese und der Stand des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das Flussparadies Franken, die LAG-Region Bamberg und der Bamberger Sortengarten informierten zusammen über ihre Projekte und seltene Sorten wie das "Blaue Bamberger Hörnla".

Darüber hinaus lud die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde zur dritten Matthäuskirchweih ein. Neben dem Festgottesdienst bot die Kirchengemeinde Musik sowie Spiel und Spaß rund um das Gemeindezentrum ein.
Bereits am Vorabend hatten die "Triples" im Festzelt und im Bullenstall "The Kuhboys" und "The Reverend Andrew James Gang" für Stimmung gesorgt.