Keine leichte Entscheidung hatte die Jury in Stralsund: Bamberg war zur Endauswahl des Bauherrenpreises 2014 mit seinen Bewerbungen bestens aufgestellt - ein saniertes spätmittelalterliches Gärtnerhaus, ein neues Wohnhaus in der Gärtnerstadt und ein zum Fahrradparkhaus umgestaltetes ehemaliges Bahnbetriebsgebäude. Aus architektonischer und städtebaulicher Sicht qualitätvolle Bauwerke, jeweils mit gänzlich unterschiedlichen Schwerpunkten. Ausgezeichnet mit dem ersten Preis wurde das Radhaus in der Brennerstraße. Das teilt das Baureferat der Stadt Bamberg mit.


Illustrer Kreis

Auf der Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft Historischer Städte trafen sich die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Mitgliedsstädte Lübeck, Stralsund, Meißen, Görlitz, Regensburg und Bamberg zur Jury-Sitzung.
Mit dabei Bambergs Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner. Zum Sieger des Bamberger "Bauherrenpreises 2014" wurde das erste Bamberger Fahrradparkhaus in der Brennerstraße 9a gekürt.


Umsetzung

Besonders überzeugend wurden beim Beitrag der Stadtwerke Bamberg - so das Preisgericht - die Kriterien "Einfügung in die Gebietsstruktur und stadträumliche Relevanz" sowie "innovative Nutzer- und Realisierungsmodelle" umgesetzt.

Dagegen wurden die Kriterien "Engagement des Bauherren" und "Beitrag zur funktionalen Stärkung der Altstadt" von allen drei Bamberger Bewerbern mit Bravour erfüllt. Jury-Mitglied Metzner zum Auswahlverfahren und zum Ergebnis: "Alle Bewerber haben sehr gute und interessante Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Allen Bauherren gilt daher auch Dank und Anerkennung für die Mitwirkung am Erhalt des Stadtdenkmals."

Damit geht die im Durchmesser etwa 20 Zentimeter große Bronzeplakette, die sichtbar am ausgezeichneten Objekt angebracht werden soll, an die Stadtwerke Bamberg als Verantwortlicher der Sanierung.

"Die Auszeichnung ist eine tolle Bestätigung für unsere Bemühungen, Denkmalschutz und moderne Funktionalität miteinander zu verbinden.


Prototyp

Das Radhaus mit der angebundenen P+R-Anlage und dem direkten Zugang zum Fern-, Regional- und Nahverkehr ist ein Prototyp für die Verknüpfung von Individual- und öffentlichem Verkehr. So ist aus einer Brachfläche und einem Baudenkmal ein zukunftsweisendes Mobilitätsmodell entstanden", freut sich Verkehrsbetriebsleiter Peter Scheuenstuhl.Gemeinsam mit der 2012 realisierten Bahngleis-Untertunnelung sei durch die Sanierung ein Imagewandel für den gesamten Teilraum erreicht worden.

Mit seiner neuen städtebaulichen Achse bilde das Fahrradparkhaus eine Schnittstelle zwischen der Altstadt und dem Bamberger Osten. Nicht nur die Rückseite des Bahnhofs sei mit einer neuen Platzanlage gestalterisch aufgewertet worden. In Kombination mit der ebenfalls neuen P+R-Anlage und eigener Bushaltestelle sei hier eine wichtige Verkehrsdrehscheibe der Stadt entstanden.