Das Bild wird klarer: Die Stadt Bamberg hat nun einen genauen Überblick über die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine, die im Stadtgebiet außerhalb der Ankereinrichtung Oberfranken (AEO), dem sogenannten Ankerzentrum, untergekommen sind. Wie die Stadt Bamberg berichtet, sind es aktuell 659 Menschen, die in Hotels, Unterkünften und Privatwohnungen wohnen. 

„Beeindruckend ist, dass bereits 394 Personen privat untergebracht sind. Das offenbart erneut das große Herz der Bambergerinnen und Bamberger und die gelebte Anteilnahme an dem Schicksal der Schutzsuchenden“, lobt Oberbürgermeister Andreas Starke die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, Geflüchtete bei sich zu Hause aufzunehmen.

24 Personen sind im Bistumshaus St. Otto untergebracht, wofür Starke dem Erzbischof Ludwig Schick ausdrücklich dankt. Die übrigen 241 sind in verschiedenen Bamberger Hotels einquartiert. Allerdings stehen zwei Herbergen nur noch bis zum Ende des Monats zur Verfügung, so dass die hier lebenden Menschen aus der Ukraine in diesen Tagen in städtische Asylunterkünfte verlegt werden.

Dazu kommen 233 weitere Asylbewerber und Ortskräfte aus Afghanistan, die zum Großteil in Gemeinschaftsunterkünften wohnen. Die Stadt ist aber auch gut vorbereitet, wenn weitere Geflüchtete aus der Ukraine kommen sollten. Daher stehen weiterhin die Turnhallen der „Blauen Schule“ und des Berufsschulzentrums in der Ohmstraße als kurzfristig belegbare Notunterkünfte zur Verfügung.

Zum anderen stehen mehrere Räumlichkeiten als Ausweichunterkünfte bereit. Starke betont: „Es ist wichtig, dass wir weiterhin vorbereitet sind, falls unsere Hilfe kurzfristig erforderlich ist. In dieser humanitären Ausnahmesituation bitte ich um Verständnis, dass der Schul- und Vereinssport vorerst zurückstecken muss.“

Nicht enthalten in diesen Zahlen sind die Männer, Frauen und Kinder, welche in der AEO leben, die bekanntlich von der Regierung von Oberfranken betrieben wird.