Bamberg
Auf Klimaschutz aufmerksam machen

Nach verlorener Wette - Bürgermeister gießen Stadtbäume

Nachdem Bambergs Bürgermeister eine Wette verloren haben, gossen sie nun die Stadtbäume. Damit soll auch auf mehr Klimaschutz aufmerksam gemacht werden,
Bamberg: Nach verlorener Wette - Bürgermeister gießen Stadtbäume
Die Bürgermeister hatten eine Wette mit dem Bamberger Klimabündnis verloren. Foto: Pressestelle Stadt Bamberg, Sebastian Martin

Aufgrund der Trockenheit leiden die Stadtbäume in Bamberg an Wassermangel. "Eine der Folgen des Klimawandels, den es aufzuhalten gilt", so die Stadt Bamberg. "Wir müssen alle mehr Anstrengungen unternehmen, um nicht zuletzt auch unsere Stadt für künftige Generationen so lebenswert zu erhalten, wie wir sie kennen", so Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD).

Wie die Stadt Bamberg mitteilt, versorgten OB Starke, Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne) und Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner (SPD) jetzt Stadtbäume mit Wasser, da sie eine Wette mit dem Bamberger Klimaschutzbündnis verloren hatten.

Die Stadt Bamberg hatte sich demnach im vergangenen Jahr an der deutschlandweiten Klimawette beteiligt und "so viele Bürgerinnen und Bürger motiviert, möglichst viel CO2 bis zur Weltklimakonferenz in Glasgow im vergangenen November einzusparen". Was ein Erfolg gewesen sei: "Gemeinsam wurden in wenigen Monaten 204 Tonnen CO2 eingespart – deutschlandweit belegte Bamberg damit den vierten Platz unter den Städten bis 80 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zur Einordnung: Um eine Tonne CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen, muss eine Buche circa 80 Jahre wachsen", heißt es. 

Eine weitere lokale Wette mit dem Bamberger Klimaschutzbündnis, die Metzner angenommen hatte, sei dagegen verloren gegangen: Ziel sei gewesen, die Bevölkerung durch einen lokalen Aktionsplan zu unterstützen und eine weitere Stelle für eine Klimaschutzmanagerin/einen Klimaschutzmanager zu schaffen, um unter anderem die Beschlüsse der Klimasondersitzung des Stadtrats aus dem Oktober 2021 umzusetzen. Der Antrag für die Stelle sei inzwischen gestellt, was allerdings "aufgrund von Verwaltungsabläufen" erst nach der Weltklimakonferenz im November 2021 gelungen sei.

Um ihre Wettschulden einzulösen, griffen die drei Bürgermeister demzufolge deshalb zur Gießkanne, die ein Mitarbeiter der Bamberger Service Betriebe am Markusplatz immer wieder mit Wasser befüllt habe. Mit der Aktion wolle man auch „für mehr Klimaschutz sensibilisieren“, so Metzner.

Den symbolischen Charakter der Aktion halte auch Simone Jakobi, Sprecherin des Bamberger Klimaschutzbündnisses, für wichtig. Konkret seien aber auch mehr Tempo, Konsequenz und Transparenz bei der Umsetzung der bislang im Stadtrat getroffenen Beschlüsse zum Klimaschutz gefragt.