Die Weide. Das ist eines der ältesten Gebiete in Oberhaid. Der Name kommt von den zahlreichen Weidenbäumen, die hier den Mühlbach säumten. Bei der Neugestaltung dieses zentralen Ortsbereiches Ende der 60er Jahre verschwanden die Bäume. Nun, über 40 Jahre später, sollen hier wieder welche gepflanzt und der damals in ein Betonbett gezwängte Bach natürlicher gestaltet werden, das heißt er wird ein Natursteinbett erhalten.

Vor kurzem haben die Arbeiten für den ersten von drei Bauabschnitten begonnen, der noch in diesem Jahr vollendet sein soll und rund 800 000 Euro kosten wird. 60 Prozent davon fließen aus Städtebaumitteln in dieses Vorhaben.

Die Weide. Das ist der Bereich, in dem sich knapp 18 Anwesen befinden und in dem circa 60 Menschen leben.
Die Weide. Das ist das Gebiet, in dem auch Oberhaids Bürgermeister Carsten Joneitis wohnt. Damit treffen ihn die Arbeiten hier auch selbst.
Mit all den Beeinträchtigungen, die mit einer solchen Baustelle einhergehen.

Aber: Er freut sich schon auf die neuen Qualitäten, auf das Mehr an Lebensqualität, das die Maßnahme den Weiden-Bewohnern und natürlich ganz Oberhaid bringen soll. Unter anderem wird die Gehsteig und Parksituation verbessert, das Geliche gilt für die Verkehrsführung in der Weide. Von Maßnahmen des Städtebaues profitiert der 3500-Seelen-Ort (zugleich Kernort der 4700 Einwohner zählenden Gemeinde Oberhaid) schon seit langem. Sie laufen hier bereits seit 1994 und die Weide wird nun den Abschluss bilden.

Ein Zubringer

Die Weide. Das ist der Zubringer zu dem Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Bahnhof, dem ersten zwischen Bamberg und Würzburg übrigens und entsprechend wichtig für Oberhaid. Wer zum Bahnhof möchte, gelangt über die Weide dorthin.

Die Weide. Das ist aber auch das Tor Richtung Süden und in den Bereich jenseits der Bahnstrecke und natürlich auch das Tor zum "Flussparadies Franken" . Doch gerade in der jüngeren Vergangenheit und insbesondere für die schwereren Fahrzeuge hatte dieses Tor auch seine Tücken, da die Brücke vor der Überführung in die Jahre gekommen und damit nicht mehr so leistungsfähig war. Für eine Summe von rund 700 000 Euro wurde eine neue realisiert, die nun den Ansprüchen genügt. Seit diesem März ist sie in Betrieb.

Die Weide. Deren erster Abschnitt der Neugestaltung beginnt nun in dem Bereich, der direkt an die Brücke angrenzt. Auf einer Länge von etwa 150 Metern und zwar auf der westlichen Bachseite. Ist die fertig gestellt, folgt unmittelbar im Anschluss daran die gegenüber liegende und damit östliche. Vorgesehen ist das fürs kommende Jahr, während noch heuer die Planung erfolgen soll, so Bürgermeister Joneitis.

Die Weide. Auf den zweiten Bauabschnitt wird der dritte folge, der seinerseits direkt anschließt und an der Einmündung in die Hauptstraße endet. Das umfasst eine Ausbaulänge von rund 50 Metern.
Die Weide. Nach ihrer Neugestaltung wird sie bestimmt ein weiteres Schmuckstück im Herzen des Ortes, zeigt sich Joneitis überzeugt. Trotz des intensiven Blicks in die Vergangenheit, die das Jubiläum 1225 Jahre Oberhaid mit sich bringt, vergisst man durchaus die Ausrichtung auf die Aufgaben der Zukunft nicht.