Der Gemeindefeuerwehrtag ist alljährlicher geeigneter Anlass, Aktive für 25 beziehungsweise 40 Jahre Zuverlässigkeit zu ehren. Diesmal konnten sechs Floriansjünger mit dem silbernen und sieben mit dem goldenen Ehrenzeichen bedacht werden. Von verantwortlicher Seite erhielten die Jubilare viel Lob, verbunden mit dem Wunsch, dass möglichst viele Feuerwehrleute ihnen nacheifern.
Stellvertretender Landrat Emil Müller würdigte die Arbeit der Feuerwehren.
"Über 5000 Frauen und Männer engagieren sich im Landkreis Bad Kissingen in den Wehren, in denen sie ihre heimliche Liebe im Dienst für die Allgemeinheit finden. Es ist nicht selbstverständlich, über Jahrzehnte diese Hilfsbereitschaft zu praktizieren, auch wenn sich die Bevölkerung darauf stützt", sagte der stellvertretende Landrat.


Große Bandbreite an Aufgaben

Städte und Gemeinden sorgten für das Equipment, aber erst die Aktiven füllten es mit Leben, fuhr Emil Müller fort. In der Losung "Retten - Schützen - Löschen - Bergen" spiegele sich die Bandbreite der Unterstützung, die der Freistaat Bayern mit Ehrenzeichen honoriere.
Der Laudatio schloss sich Kreisbrandrat Benno Metz an: "Unsere Wehren sind gut aufgestellt und ausgerüstet mit Fahrzeugen einschließlich Atemschutz, Defibrillator, Rettungssätzen und Wärmebildkameras." Hinter dem Dienst stünden Familien und Arbeitgeber. Die aktuelle Werbeaktion "Frauen zur Feuerwehr" möge verstärkt greifen, um personell gewappnet zu sein. Zudem sei das Ehrenamt und wertvolle Bildung im Sinne gegenseitiger Verantwortung.


Bürgerschaftliche Haltung

Bürgermeister Franz Kuhn betonte: "Unsere Feuerwehrleute übernehmen freiwillig Aufgaben, die gefährlich sein können und viel abverlangen. Diese bürgerschaftliche Haltung wird bei uns großgeschrieben. Sie ist zentraler Faktor für unsere Lebensqualität. Unsere Wehren übernehmen Verantwortung, werden selbst aktiv und warten nicht darauf, dass andere etwas tun. Wir schätzen euren aufopferungsvollen Dienst in eurer Freizeit."
Im Beisein vieler Ehrengäste aus Kommunalpolitik und Feuerwehrführung sowie der Abordnungen der Nachbarwehren erhielten die Jubilare die Ehrenzeichen des Freistaates Bayern. Die einzelnen Leistungen der Aktiven mit Fachschulungen, Sonderfunktionen wie Atemschutzträger und Brandschutzerzieher sowie Leistungsprüfungen in allen Stufen verdeutlichten die Kommandanten. Die Feier umrahmte die Spirkenländer Blasmusik unter Siegbert Keßler.

Würdigung
Folgende staatliche Ehrungen wurden beim Gemeindefeuerwehrtag vergeben: Das silberne Ehrenzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst ging an Christian Kleinhenz, Jürgen Mohr (beide FFW Oerlenbach), Steffen Beutert (FFW Ebenhausen), Christian Fischer, Bruno Wetterich (beide FFW Eltingshausen) und Bernd Wetterich (FFW Rottershausen). Das goldene Ehrenzeichen für 40-jährigen aktiven Dienst erhielten Manfred Federau, Lothar Kuhn, Walter Nöth, Ekkehard Schmitt, Walter Vierheilig (alle FFW Oerlenbach), Martin Keßler (FFW Ebenhausen) und Albin Werner (FFW Eltingshausen)