Die Erwerber hatten sich allerdings leicht verzockt. Bei seiner Forderung - 1500 Euro - zeigte zeigte sich Versteigerer Helmut Preis aber unerbittlich. Dann bot ein weiterer Mann mit, die Küchenreste gingen schließlich für 1800 Euro an das Duo.

Helmut Preis war sichtlich müde. Er hatte - mit angeschlagener Stimme - zwei "sehr anstrengende Tage" hinter sich gebracht.
Das ursprüngliche Erlösziel von 180 000 Euro hatte er nicht erreichen können, vieles fand einfach keinen Abnehmer. "Über 100 000 Euro" seien aber für die Staatskasse zusammen gekommen, sagte der Finanzbeamte. Damit sei er zufrieden.

Und wie geht es jetzt weiter? "Das weiß ich nicht", sagt Helmut Preis. Möglicherweise gibt es irgendwann noch einen weiteren Versteigerungstermin.

Mehr als 200 Bieter

Am Freitag waren nochmals 60 Bieter aufgetreten nach mehr als 150 am Tag zuvor. Irgendwie machte sich in dem einst noblen Restaurant mit den tiefen Teppichen Endzeitstimmung breit.

Helmut Preis verschleuderte nichts, zeigte sich aber in seiner Preisgestaltung flexibel: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Da wechselte ein Bett aus dem Zimmer 201 für 100 Euro den Eigentümer, eine gediegene Badeinrichtung kostete nur 50 Euro.

Irgendwann war dann Schluss. Allgemein wurde bedauert, dass eine Institution wie das Steigenberger-Hotel, das einst erste Haus am Platz, so abgewickelt werden musste.