Für so manchen eine technische Herausforderung war die diesjährige Generalversammlung des TSV Steinach. Wegen der pandemiebedingten Vorschriften konnte sie nur über Teams, einer von Microsoft entwickelten Computer-Plattform, die Besprechungen, Notizen und Anhänge kombiniert, stattfinden. Sie hoffe, das war das erste und das letzte mal, schreibt die Vorsitzende, Stefanie Stahl, der Zeitung. Denn vor allem die älteren Mitglieder hätten zum Teil gar nicht die technischen Voraussetzungen, um auf diese Art und Weise teilnehmen zu können.

Der Ablauf der ersten Online-Generalversammlung war dann allen vertraut, denn er war angelehnt an den Ablauf früherer Generalversammlungen, als sie noch im Sportheim stattfinden konnten. Und so lief auch alles reibungslos.

Image-Gewinn durch Hilfsbereitschaft

Der Beginn der Veranstaltung war wie üblich, in Anlehnung an das Gründungsdatum des TSV Steinach im Jahr 1920, auf 19.20 Uhr festgesetzt worden.Versammlungsleiter Reiner Wehner erinnerte an die verstorbenen Ehrenmitglieder August Koch, Albert Koch und Richard Freibott sowie an die langjährige, engagierte Übungsleiterin Heike Harth und an das langjährige Funktionärs- und Vorstandsmitglied Jürgen Borst. Statt gemeinsam im Sportheim erhob sich jeder Einzelne zu Hause von seinem Stuhl, um ihrer zu gedenken.

2. Bürgermeister Norbert Borst lobte Organisation und Vereinsführung und bedauerte, dass das Thema "Sportbetrieb unter besonderen Umständen" alle noch eine Weile begleiten werde.

Vorsitzender Reiner Wehner berichtete wehmütig, dass der TSV Steinach ausgerechnet sein 100-jähriges Bestehen im vergangenen Jahr pandemiebedingt nicht feiern konnte. Jetzt sei geplant, wenigstens den Kommersabend noch in diesem Jahr nachzuholen - und sofern es keine Interessenskonflikte mit anderen Vereinen gebe und die Mitglieder keine Einwände hätten, das große Jubiläums-Pfingstfest auf das Jahr 2022 zu verschieben. Dem stimmten die Mitglieder zu.

Aus dem Sport berichtete Reiner Wehner, dass der Trainerstab für die Erste und die Zweite Mannschaft aus der vorherigen Saison bestätigt wurde, was grundsätzlich große Zufriedenheit bei den Mitgliedern hervorgerufen hat. Einen Imagegewinn verschaffte der Trainer dem TSV Steinach durch die Initiative "Helfen statt Trainieren" während des ersten Lockdowns, hieß es weiter in der Versammlung.

Auch wenn es im vergangenen Jahr weiter zu keinen allzu großen Änderungen und nennenswerten Beschlüssen gekommen ist, war der Verein dennoch stets bemüht, das Beste aus der Situation zu machen, so der Vorsitzende. So habe man beispielsweise das Sportheim- bzw. Sportplatzgelände mit neuen Banden, überdachten Auswechselbänken und weiteren Sitzmöglichkeiten verschönert.

Schließlich konnte Kassierer Arne Wieschal trotz so mancher finanzieller Einbußen von einem krisensicheren Haushalt des TSV Steinach berichten. Das lässt die Mitglieder beruhigt nach vorne schauen.