Der 41-jährige Tierhalter aus dem Landkreis, der vor zwei Wochen vom Amtsgericht Bad Kissingen wegen roher und quälerischer Tiermisshandlung zu 15 Monaten Haft verurteilt worden war, hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Das teilte die Strafgeschäftsstelle des Amtsgerichts auf Nachfrage mit.

Der Prozess wird damit vor dem Landgericht in Schweinfurt neu aufgerollt. Ein Termin steht bislang noch nicht fest. Der Mann hatte über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr mehrere Hunde fast verhungern lassen, sie in zu enge Transportboxen eingepfercht und eine Hündin in einem abgedunkelten Zimmer gehalten. Die Hunde sowie mehrere Kleintiere wurden im vergangenen Jahr vom Veterinäramt in einem völlig verwahrlosten Zustand gerettet. Der Mann, paradoxerweise ein gelernter Tierpfleger, hatte die Tatvorwürfe vor Gericht gestanden. Seine Berufung zielt von daher vermutlich auf das Strafmaß ab, das in eine Bewährungsstrafe abgemildert werden könnte.