Seit dem Beitritt zur Interkommunalen Allianz "Schweinfurter OberLand" begann die jährliche Wandersaison abwechselnd in einer anderen Ortschaft der Mitgliedsgemeinden. Die Veranstaltung "Wunderbar - Wanderbar" und das Rahmenprogramm lockte alle Jahre viele Wanderer und Besucher an. Leider musste bereits 2020 dieses Event aufgrund von "Corona" ausfallen. Es sollte in diesem Jahr Anfang Mai in Poppenlauer nachgeholt werden, aber nach Rücksprache mit der Allianzmanagerin Hannah-Rabea Grübl hat die Lenkungsgruppe erneut eine Absage beschlossen. Trotzdem begegnete man in der gesamten Region bereits Wanderern.

Auch die Gemeinde Thundorf hat an ihrer Naherholungsqualität gefeilt. Mit zwei Wegen ist die Gemeinde an das regionsübergreifende Wanderwegenetz angegliedert. Neben dem "Sandäckerweg", ein thematischer Rundweg, der die Orte Maßbach (Startpunkt), Thundorf, Stadtlauringen und Rothhausen verbindet, wurde zudem der "Ritterweg" ausgewiesen, der am historischen Ritterkeller in Thundorf startet und auf die adelige Vergangenheit der Gemeinde Thundorf eingeht.

Entlang des "Ritterweges" liegen mehrere historische Sehenswürdigkeiten. Der Start ist am Ritterkeller in Thundorf. Rund um das Kirchplatzareal im Ortskern von Thundorf befinden sich sehenswerte historische Bauten, wie der ehemalige Schüttbau (heute Kindergarten),das Forsthaus, das Brau- und Kelterhaus sowie Thundorfs Wahrzeichen, das Wasserschloss.

Im Gemeindeteil Theinfeld kommt der Wanderer an einem sehenswerten Grabmal vorbei. Neben den zahlreichen historischen Aspekten entlang des Weges, verläuft die Wanderstrecke auch an reizvollen Landschaftsmerkmalen, wie der Quelle des Ransbach, dem idyllischen neuen Landschaftssee und am Randbereich des Dürrnberg vorbei.

Rundwanderweg

Der Sandäckerweg des "Schweinfurter Oberlandes" ist ein ortsverbindender Rundwanderweg der die Gemarkungen der Gemeinden Maßbach, Stadtlauringen und Thundorf durchquert. Der Startpunkt ist an der Lauertalhalle Maßbach, der Weg hat eine Länge von 15,5 Kilometer. Die Bezeichnung dieses Wanderweges rührt laut Wanderwart Karlheinz Stenzinger daher, dass an unterschiedlichen Stellen ehemalige Flussablagerungen, gerundete Sandsteine und feiner Sand zu entdecken sind. Dies geht auf die Entwässerung aus dem Bereich der Rhön und Thüringen zurück, die über das Gebiet nach Süden in die Donau verlief. Der leicht wellige Weg führt überwiegend über naturnahe Feld-, Wiesen- und Schotterwege und verläuft teilweise entlang von Waldgebieten. Geologisch betrachtet, werden auf diesem Wanderweg Gebiete des Muschelkalks und Keuper durchquert.

Auf den Anhöhen entlang des Weges finden sich noch heute vom Fluss gerundete Sandsteine und Sand, die auf ein früheres Entwässerungsnetz hinweisen. Die Geröllablagerungen befinden sich beispielsweise auf dem Bergrücken "Sand" zwischen Thundorf und Stadtlauringen, im Bereich der Kerlachkapelle in Stadtlauringen, im Bereich des Schul- und Sportgeländes Maßbach und im Bereich des Stegholzes zwischen Maßbach und Thundorf.