TG Heidingsfeld - FC Bad Brückenau 26:22 (14:12).

Nach ihrem mit großer Aufregung gescheiterten Intermezzo in der Bayernliga sind die "Hätzfelder Bullen" zurück in der unterfränkischen Bezirksoberliga und trafen dort auf den FC Bad Brückenau, dem sie vor sechs Jahren den erhofften Aufstieg in genau diese Spielklasse streitig gemacht hatten. Unvergessen bis heute: Die Heidingsfelder hatten extra für das Relegationsspiel gegen die Sinnstädter den Bundesliga-Handballer Otto Fetser verpflichtet, der mit all seiner Routine den FC aus der Aufstiegsrunde beförderte. Schnee von gestern, denn die Bad Brückenauer haben sich in der Bezirksoberliga mit ihrem schwungvollen und unerschrockenen Handballspiel längst einen guten Ruf erarbeitet. Doch die "Hätzfelder Bullen" haben eine ziemlich schlagkräftige Mischung aus vielen jungen Talenten und alteingesessenen, erfahrenen Spielern, die schon alle Höhen und Tiefen des schillernden Vereins miterlebt haben. In der Anfangsphase rissen die Gäste zwar das Spiel an sich und erarbeiteten sich kurzzeitig einen Vier-Tore-Vorsprung, doch nach und nach erhöhten die Heidingsfelder den Druck und gingen pünktlich zur Halbzeitpause in Führung. "In der Abwehr haben wir ganz gut gestanden und die Torhüter haben den ein oder anderen Ball weggenommen", berichtet Bad Brückenaus Informant Michael Müller. "Unser Problem war aber der Angriff. Dort hat man die lange Auszeit gemerkt: Zu wenig Selbstvertrauen und Zug auf die Lücke. Zudem haben wir unsere Außenspieler komplett vernachlässigt und sind nicht in die Konter gekommen. Wir brauchen noch mehr Spielpraxis, damit es wieder läuft." Gecoacht hat diesmal Routinier Stefan "Benny" Bott. "Das war super und hat uns viel geholfen", so Müller.

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (12/7), Simon Weiner (5), Nick Schumm (2), Tom Schumm (1), Lukas Heil (1), Georg Hoch (1).

TSG Estenfeld - SG Garitz/Nüdlingen 40:18 (25:9). "Seitdem wir unsere Mannschaft wieder für den Spielbetrieb gemeldet haben, müsste das die erste Niederlage gewesen sein", kommentierte SG-Sprecherin Elena Keßler das Ende einer imposanten Siegesserie, die über mehrere Jahre ging und nun abrupt endete. "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Bei Estenfeld hat alles geklappt. Man hat gemerkt, dass wir personell geschwächt angetreten sind. Unsere Ausdauer hat sehr schnell nachgelassen und wir wurden mit Tempo-Gegenstößen überrannt", so Keßler, deren Team bereits zur Pause überdeutlich zurücklag. Zu allem Überfluss musste im Verlauf der Partie eine SG-Akteurin verletzt vom Feld in einem sehr physischen Spiel, in dem SG-Torfrau Mercedes Dörr fünf Siebenmeter parierte. "Wir haben gekämpft, so gut es ging", so Keßler.

Tore für Garitz/Nüdlingen: Nadja Heer (4), Carina Bartesch (4), Elena Keßler (3), Theresa Kleinhenz (3), Pia Steinegger (2/1), Milena Schmitt (2/2).

TV/DJK Hammelburg - HSV Thüngersheim 21:13 (8:10).

Eindrucksvoll haben die Hammelburger Damen ihr Spiel gegen Thüngersheim gedreht. In der ersten Spielhälfte konnte die Heim-Sieben bis zur 22. Spielminute nur viermal einen Torerfolg feiern. Stetig musste sie einen Vier-Tore-Rückstand hinterherlaufen und kassierte bis zum Halbzeitpfiff zehn teilweise unglückliche Gegentore. Wie verwandelt kamen die Hammelburger Damen zurück auf das Parkett. Mit der überragenden Torhüterin Sandra Fischer konnten sie das Spiel durch einen stabilen Abwehrverbund drehen. Fischer musste in der zweiten Spielhälfte nur dreimal den Ball aus dem Netz holen. Zwischen der 42. und der 56. Spielminute warfen die Hammelburgerinnen einen beruhigenden Acht-Tore-Vorsprung heraus. Federführend war die überragende Nicole Simon, die ihre Mitspielerinnen stets in aussichtsreiche Abschlusspositionen brachte und selbst fünfmal zu Treffern kam. Ebenfalls löste sich bei Lea Schlereth beim Torabschluss der Knoten. Laura Finke war ein stetiger Unruheherd und konnte durch ihre Effektivität überzeugen. spion

Tore für Hammelburg: Laura Finke (6/1); Nicole Simon (5); Lea Schlereth (5); Tabea Hüfner (2); Katrin Simon (2); Lena Doschko (1).

TSV Mellrichstadt II - DJK Nüdlingen 18:27 (8:13).

Dank der überragenden Leistung von Maximilian Memmel, der zweistellig traf, reichte es für die DJK Nüdlingen im zweiten Spiel in der Bezirksklasse Nord für den ersten Sieg. Das war eine geschlossene Leistung der Mannschaft", freute sich Informant Marcel Jouck, dessen Team schnell führte und den Vorsprung bis zur Pause halten konnte. Das gelang nicht zuletzt aufgrund der starken Leistung von Torwart Felix Schäfer, der viele gute Paraden zeigte. "Wir waren sowohl defensiv als auch im Angriff sehr gut. Es gab keine Schwächephase über die gesamte Spieldauer", so Jouck. Der Mannschaftsverantwortliche der DJK wohnt zwar in Volkack, hat aber familiäre Wurzeln in Nüdlingen. Die weiten Wege nehme ich gerne auf mich, weil ich die Atmosphäre und den Zusammenhalt hier in Nüdlingen sehr schätze."

Tore für Nüdlingen: Maximilian Memmel (10), Noah Rauch (4/1), Kai Kunzmann (4), Marcel Jouck (3), Jonas Rendl (2), Kilian Geßner (2), Julius Rauch (2).