DJK Waldbüttelbrunn II - FC Bad Brückenau 23:22 (14:12).

Nach der Schluss-Sirene in Waldbüttelbrunn wirkte selbst Routinier und Interims-Coach Stefan "Benny" Bott ratlos, enttäuscht und erschöpft. Und der hat mit dem FC Bad Brückenau schon sehr viele Höhen und Tiefen erlebt. Drei Niederlagen in Serie haben die Sinnstädter nun zum Saisonauftakt kassiert. Und dabei waren die FCler gegen wieselflinke, gut eingespielte und sehr ballsichere Sumpfler keineswegs chancenlos. Als Goalgetter Simon Dietrich in der 58. Minute nervenstark einen Strafwurf zum 22:22-Zwischenstand versenkte, keimte noch einmal berechtigte Hoffnung auf bei den mitgereisten FC-Fans. Doch die DJK agierte in der Schlussminute extrem abgezockt und clever, zog noch einmal eine taktische Auszeit, ging durch Tristan Diehl mit 23:22 in Führung und blockte den finalen Wurf der Bad Brückenauer mit vereinten Kräften sehr geschickt. So standen die FC-Handballer, die mit kleinem Kader zu den Sumpflern gereist waren, nach aufopferungsvollem Kampf mit völlig leeren Händen da. Ein Remis hätte sich der FC redlich verdient. Etliche Automatismen greifen bei den Sinnstädtern allerdings im Moment nicht. Die Außenspieler Nick Schumm und Lukas Heil kommen nur ganz selten an den Ball; ein Routinier wie Michael Müller verwandelt freie Würfe nicht, die er sonst quasi im Schlaf versenkt hat. Und je häufiger Simon Dietrich trifft, desto mehr Gegenspieler heften sich an seine Fersen. Die Bad Brückenauer brauchen dringend ein erstes Erfolgserlebnis in dieser Saison, um Selbstvertrauen zu tanken und zu ihren altbekannten Stärken zurückzufinden. Allzu oft wurden sie in Waldbüttelbrunn in der Vorwärtsbewegung ausgebremst und zu einem sehr statischen Spiel gezwungen, das ihnen so rein gar nicht schmeckt und überhaupt nicht liegt.

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (10/4), Simon Weiner (6), Tom Schumm (3), Michael Müller (1), Nick Schumm (1), Lukas Heil (1).

HSV Bergtheim II - SG Garitz/Nüdlingen 23:26 (12:12).

Einen souveränen Auswärtssieg feierte das Bezirksoberliga-Team aus Garitz/Nüdlingen bei der Bergtheimer Reserve - auch wenn sich das während des Spiels nicht durchgehend in einem Toreplus widerspiegelte. Das lag laut Trainer Heiko Schober an der etwas dünnen Personaldecke und dadurch bedingt konditionellen Schwächen. "Mit dem Einsatz und dem Willen der Spielerinnen bin ich aber sehr zufrieden. Deswegen hat es zum Schluss auch gereicht." Die SG, bei der einige A-Jugendliche mitgereist waren, fing gut an und warf sich schnell einen 5:1-Vorsprung heraus. Diesen Abstand hielten die Gäste mehr oder weniger gegen Gastgeberinnen, die durch ihre schnelle Mitte und Tempogegenstöße versuchten, zum Erfolg zu kommen. Das unterbanden die Garitz/Nüdlingerinnen meist erfolgreich - bis Bergtheim seine Deckung nach 20 Minuten von 5:1 auf 6:0 umstellte. Die Gäste brauchten etwas, um sich darauf einzustellen; die Gastgeberinnen kamen bis zur Halbzeit auf Gleichstand heran - und zogen danach vorbei (14:12). Doch das Team von Heiko Schober berappelte sich und startete einerseits einen 6:0-Lauf. Am ende versuchte es die Bergtheimer Reserve mit Manndeckung - ohne Erfolg. st

Tore für Garitz/Nüdlingen: Milena Schmitt (8/1), Elena Keßler (7), Carina Bartesch (4), Pia Steinegger (2), Sophie Hippler (2), Theresa Kleinhenz (2), Nadja Heer (1).

DJK Waldbüttelbrunn - FC Bad Brückenau 21:23 (8:11).

Endlich haben sich die FC-Frauen für ihre Mühen und ihre Leidenschaft belohnt. Nach hartem Kampf bezwangen sie die spielstarken "Sumpflerinnen" in Waldbüttelbrunn. Und das auf keinen Fall unverdient. Dabei hatten die Bad Brückenauerinnen, die diesmal von Sabine Bott und Maike Peter gecoacht wurden, einige kritische Phasen im Spiel zu überstehen. Zum Beispiel in der 32. Minute, als Sophie Gundelach und Madeleine Henkel fast gleichzeitig Zeitstrafen kassierten, sodass die Gäste kurzzeitig mit nur noch vier Feldspielerinnen weiterkämpfen mussten. Doch die Sinnstädterinnen ließen sich nicht beirren und packten in der Defensive weiterhin beherzt, kompromisslos und entschlossen zu. Mit insgesamt fünf Zeitstrafen und einer Roten Karte für Anna Pragmann bezahlten sie zwar einen ziemlich hohen Preis; allerdings pfiff der Unparteiische Alexander Seelig tatsächlich fast jeden halbwegs hart geführten Zweikampf rigoros ab. Das Konzept der Rhönerinnen war einfach, aber extrem effektiv. Die talentierten und technisch versierten DJK-Antreiberinnen Jasmin Vogel und Amelie Feiler wurden im Zentrum konsequent aus der Gefahrenzone herausgehalten, sodass den Sumpflerinnen nur die Außenbahnen oder der Tempogegenstoß blieben. Dass sich FC-Keeperin Annalena Löser mutig den flinken DJK-Angreiferinnen entgegenstellte und immer wieder gute Chancen vereitelte, raubte den Gastgeberinnen den letzten Nerv. Auch mit der durchgehend leidenschaftlich-kämpferischen Einstellung der Bad Brückenauerinnen kamen die Gastgeber nicht immer gut zurecht. Abschütteln ließ sich die torgefährliche DJK freilich nie und doch ließen die Rhönerinnen in der Schlussphase nichts mehr anbrennen und überstanden das finale Aufbäumen der nun wütend angreifenden Sumpflerinnen vollkommen unbeschadet.

Tore für Bad Brückenau: Lena Übelacker (9/4), Marie König (6), Jennifer Frank (3), Anna Pragmann (2), Sophie Gundelach (2), Melissa Kalmund (1).

TV/DJK Hammelburg - HSG Mainfranken II 26:16 (14:10).

Diesmal war die Hammelburger Mannschaft ab der ersten Spielminute hellwach und konnten dem Fluch einer verschlafenen ersten Spielhälfte erfolgreich entgegenwirken. Ein ums andere Mal wurden die Lücken bei der gegnerischen Mannschaft gefunden. Besonders im Rückraum konnte sich Lea Schlereth auszeichnen. Die Hammelburgergerinnen konnten damit einen stetigen Vorsprung von vier Treffern mit in die Pause nehmen. Nach der Halbzeit kam der Gast bis auf zwei Tore heran und das Spiel war im Begriff, zum Negativen für die Saalestädterinnen zu kippen. Bis zur 41. Spielminute. Tabea Hüfner, die sich wie immer aufopferungsvoll in der Abwehr aufrieb, verletzte sich so schwer an der Schulter, dass der Notarzt sie in ein Krankenhaus einliefern ließ. Davon nicht geschockt sondern vorbildlich für Tabea kämpfend schickten die Hammelburgerinnen nun den Gegner aus Mainfranken mit einem Lauf von acht zu eins Toren auf die Heimreise nach Kitzingen. Besonders die stabile Abwehrarbeit sorgte dafür, dass die wiederum souveräne Torhüterin Fischer den Gegnerinnen den Zahn zog.

Tore für Hammelburg: Lea Schlereth (8), Laura Finke (7), Nicole Simon (4/3), Tabea Hüfner (3), Helen Faust (2), Schröter Nicole (1), Katrin Simon (1).

DJK Nüdlingen - FC Bad Brückenau II a.K. 34:13 (14:3).

Einen klaren zweiten Saisonerfolg feierten die Nüdlinger gegen die außer Konkurrenz antretende Bad Brückenauer Reserve. Die Gastgeber legten in der Schlossberghalle gleich voll los, führten nach knapp 18 Minuten schon 9:1. Danach lief die Heim-Sieben ein paar Gäste-Treffer zu - ohne aber das eigene Torewerfen zu vergessen. Besonders Andreas Petsch und Julius Rauch taten sich damit hervor; auf Brückenauer Seite konnte in dieser Hinsicht vor allem Jan Markovics glänzen. st

Tore für Nüdlingen: Andreas Petsch (8), Julius Rauch (7), Jonas Rendl (4), Marcel Jouck (4), Ralph Sittler (3), Kai Kunzmann (2), Vincent Przybilla (2), Jonathan Kaim (2), Maximilian Memmel (1), Felix Planetosch (1).

Tore für Bad Brückenau II: Jan Markovics (7), Christian Karl (2), Georg Hoch (1), Daniel Schöberl (1), Nico Schöller (1), Patrick Lieb (1/1).