SG Waldberg/Stangenroth - TSV Wollbach 2:2 (1:1). Tore: 1:0 Julian Raab (22.), 1:1 Felix Warmuth (35.), 2:1 Nico Wehner (52., Foulelfmeter), 2:2 Felix Warmuth (88.).

Knisternde Derbystimmung war garantiert in Stangenroth. TSV-Keeper Florian Erb war gefordert, als Bastian Krapf einen Flankenball von Elias Seufert mit dem Kopf in Richtung Gäste-Tor zirkelte. In Führung ging die neugegründete Rhöner Spielgemeinschaft, als Julian Raab die punktgenaue Hereingabe von Bastian Krapf mit der Stirn mühelos aus Nahdistanz in die Maschen drückte. Der Ausgleich durch den umtriebigen Felix Warmuth sollte allerdings nur gut zehn Minuten auf sich warten lassen. In Erwartung einer hart umkämpften zweiten Halbzeit im Derby wechselte sich der Waldberger Coach und Routinier Mirko Kleinhenz zur Pause vorsorglich schon mal selbst ein. Und tatsächlich sollte es noch einmal richtig spannend werden. Nico Wehners verwandelter Strafstoß brachte wiederum die Platzherren in Front. Kurz vor Schluss erkämpften sich die Wollbacher, die sich auch im Rückstand niemals aufgaben, den 2:2-Ausgleich, wiederum durch den fleißigen Felix Warmuth, der schier überall auf dem Platz auftauchte.

SG Oerlenbach/Ebenhausen - FC Bad Brückenau 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Timo Schmitt (48.), 2:0 Joachim Hofmann (90.). Gelb-Rot: Daniel Schill (92., Bad Brückenau).

Zwar agierte die gastgebende SG im ersten Durchgang durchaus feldüberlegen, kam aber zunächst nicht entscheidend vor den Kasten des Brückenauer Keepers Maximilian Lother. Auch das Führungstor durch Timo Schmitt war eher ein Zufallsprodukt aus dem Gewühl heraus. Nach zwei vergeblichen Versuchen drückte der SG-Stürmer das Leder doch noch über die Linie. Auch nach der Pause waren Hochkaräter absolute Mangelware. Einen strammen, abgefälschten Schuss der Sinnstädter lenkte Keeper Simon Seidl akrobatisch über die Latte. In der Schlussphase verlegten sich die Platzherren auf Konter, die aber selten gewinnbringend abgeschlossen werden konnten. Für die Erlösung sorgte Joachim Hofmann nach einem Tempogegenstoß. Nun hatten die Bad Brückenauer nichts mehr entgegenzusetzen. Der späte Platzverweis gegen Daniel Schill hatte keine Auswirkungen mehr auf das Spielgeschehen. Eine überzeugende Leistung zeigte der Unparteiische Werner Klopf.

SG Obererthal/Frankenbrunn/Thulba II - SG Haard/Nüdlingen 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Daniel Dietz (16.), 0:2 Jan Niklas Kiesel (51.).

Nach der krachenden Niederlage in Bad Brückenau zum Saisonauftakt, ging es am Obererthaler Michaelsweg um eine erste wichtige Standortbestimmung. Durch fahrlässige Fehler in der Obererthaler Hintermannschaft ebneten die Platzherren den Weg für einen Sieg der Gäste, die zwar spielerisch leicht überlegen agierten, sich aber nur wenige echte Chancen erarbeiteten. "Insgesamt war es ein chancenarmes Spiel auf eher schwachem Niveau. Wir werden definitiv in dieser Saison unsere Probleme bekommen, wenn wir so gravierende Fehler machen", orakelt Obererthals Pressewart Lorenz Brust. Zwar warfen die Gastgeber in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, aber viel mehr als eine eher harmlose Halbchance für Markus Weidinger sprang nicht dabei heraus. Bei den Gästen zog Vincent Kiesel in der Offensive geschickt die Fäden und sorgte so für ein optisches Übergewicht der Haarder und Nüdlinger.

TSV Oberthulba - SG Reiterswiesen/Arnshausen/FC 06 Bad Kissingen II 3:2 (2:2). Tore: 0:1 Jakob Fischer (8.), 0:2 Marlon Schwientek (19.), 1:2 Michael Herrlein (21.), 2:2, 3:2 Felix Lutz (39., 68./Foulelfmeter). Gelb-Rot: Marius Schubert (74., Oberthulba).

Durch eine überragende Einzelaktion des quirligen Jakob Fischer, der die Kugel in den Winkel setzte, gingen die Gäste in Führung. Den Blitzstart der SGler in Hassenbach veredelte Marlon Schwientek, der den Ball nach einem klugen Steckpass an TSV-Keeper Philipp Metz vorbei in die Maschen beförderte. Wer nun glaubte, dass die Platzherren in Schockstarre verfallen würden, der sah sich nur wenige Sekunden später völlig getäuscht, denn der angeschossene Michael Herrlein lenkte den Ball zum Anschlusstreffer in des Gegners Kasten. Machtlos war Gäste-Keeper Felix Friedlein beim Schuss von Felix Lutz, der kurz vor dem Seitenwechsel den Ausgleich besorgte. Mit einer guten Möglichkeit durch TSV-Kapitän Christian Herrlein ging der ereignisreiche erste Durchgang zu Ende. Nach einem Foul am eingewechselten Elias Nölte im Gäste-Strafraum verwandelte Felix Lutz den fälligen Strafstoß mit einem platzierten Flachschuss links unten ins Toreck sicher. Frederic Strauch hätte die Führung der Oberthulbaer sogar noch ausbauen können, doch sein satter Kopfball landete nicht in den Maschen. Spannend blieb das hart umkämpfte Match, nicht zuletzt durch den Platzverweis für den TSVler Marius Schubert. In der Schlussphase drängten die SGler mit aller Macht auf den Ausgleich, sodass der erfahrene TSV-Keeper Philipp Metz ungewollt immer stärker in den Blickpunkt rückte. Metz erwies sich bei den Freistößen der weit aufgerückten, druckvollen und stürmischen Gäste als gewohnt souveräner Rückhalt.

SG WMP Lauertal II - VfR Sulzthal 0:9 (0:6). Tore: 0:1 Alexander Unsleber (4.), 0:2 Tim Eckert (21.), 0:3 Alexander Unsleber (27.), 0:4 Tim Eckert (34.), 0:5 Alexander Unsleber (37.), 0:6 Felix Keß (43.), 0:7 Luca Hartmann (57.), 0:8, 0:9 Alexander Unsleber (64., 85.).

Wiedergutmachung stand eigentlich am Sportplatz in Poppenlauer für die Heimelf auf dem Programm, schließlich hatte sich die Zweitvertretung der Lauertaler gleich zum Saisonauftakt eine heftige Schlappe beim Aufsteiger in Schondra eingefangen. Doch die erfahrenen Sulzler, die ihren offensiv eingestellten Spielgestalter Tim Eckert in dieser Saison wieder von Beginn an mit an Bord haben, feiern, tanzen und singen auch recht gerne in auswärtigen Sportheimen. Und so wurde es überhaupt nichts mit der WMP-Wiedergutmachung. Ganz im Gegenteil. Für Holger Frosch im Kasten der Gastgeber wurde das Match zur echten Tortur. "Wenn unser Keeper nicht noch einige seiner Glanzparaden gezeigt hätte, dann wäre das am Ende zweistellig für Sulzthal ausgegangen", berichtet Sven Gessner. Besonders den torgefährlichen Routinier Alexander Unsleber bekamen die personell diesmal extrem dünn besetzten Lauertaler nicht in den Griff. Ihm gelangen nicht weniger als fünf Buden.