Simon hatte so richtig seinen Spaß. Seifenblasen, die so groß wie er selbst waren, zauberte er beim Spielfest in Aschach aus Wasser und Seife. Gigantisch. Simon war natürlich nicht alleine, als er bei wirklich sommerlichen Temperaturen im Schatten des Schlossparkes am Museum die Höhepunkte des Spielfestes durchlief.
"Wir richten das Fest heuer zum 15. Mal aus, es hat sich mittlerweile fest etabliert", freute sich Museumsleiterin Annette Späth.
Und für die kleinen und großen Besucher wurde auch in diesem Jahr wieder allerhand geboten. Puppenspieler Kolja Liebscher, der zum ersten Mal mit dabei war, verzauberte die jungen Zuschauer mit seinem Handpuppentheater und dem Stück "Der König mit der Schlangennase".


Hüpfen, werfen, basteln

Kurzweilig war es auch beim Stelzenlaufen, dem Reifentreiben sowie bei verschiedenen Hüpfspielen. Immer schön in Bewegung bleiben, auch wenn es teilweise wirklich schweißtreibend war. Beim Dosenwerfen und beim Puzzeln konnte man seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen, und wer wollte, der konnte sein eigenes Briefpapier bedrucken. Das Herstellen von Puppenschuhen war eine kleine Premiere beim diesjährigen Spiel- und Bastelfest (das es ja auch noch war). "Im Rahmen der Aktion 'Kunst geht fremd' stellen wir Schuhe vom Mainfränkischen Museum aus. Deren Mitarbeiter sind heute mit Museumspädagogen vor Ort, um gemeinsam mit den Kindern kleine Filzschuhe zu basteln", erklärte Museumsleiterin Späth.


Hitze, wohin man schaut

Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: die Aschacher Traditionsbäckerei Laudensack hatte dafür eigens einen Holzofen angeschürt, das steigerte die Hitze noch ein wenig, wie Matthias Fischer am Ofen durchaus feststellen konnte. Trotzdem hat er seine gute Laune nie verloren und verwöhnte die Besucher mit frisch gebackenem Plootz und Brot.

"Natürlich muss bei einem solchen Fest jeder mitanpacken", hat die Museumsleiterin die Vorbereitungszeit umschrieben, die für die Organisation des Spielfestes am Schloss Aschach immer nötig ist. Neben den Museumspädagogen halfen auch etliche ehrenamtliche Mitarbeiter mit, die Stationen zu betreuen und den Kindern beim Basteln zu helfen. "Wir haben aber mittlerweile schon Routine darin, wenn es darum geht, das Spielfest auszurichten", sagte Annette Späth.


Familienfreundlich

Mit dem Zuspruch war sie auch in diesem Jahr sehr zufrieden, zahlreiche Besucher kamen in den Schlosspark: "Es ist immer wieder schön, wenn man sieht, dass das Angebot so gut angenommen wird und unsere Arbeit gewürdigt wird." Das Spielfest passe dabei sehr gut in das Konzept des Museums, "wir haben den Anspruch, ein familienfreundliches Museum zu sein, das Spielfest ist einer der Bausteine", sagte die Museumsleitern. Jedenfalls hatten alle, die gekommen waren, an diesem Spielfest wieder ihren Spaß.