Sechs Wälder im Landkreis Bad Kissingen mit einer Gesamtfläche von 150 Hektar sind vom Schwammspinner besonders stark befallen. Das ist das Ergebnis der Stichprobe der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) im vergangenen Spätsommer. Jetzt beginnen die Gespräche mit betroffenen Waldbesitzern. Es muss geklärt werden, ob die Schädlinge im Frühjahr bekämpft werden sollen.

Die Überwachung des Schwammspinners mittels Lockstofffallen hatte gezeigt, dass sich der Schädling in einigen Eichen- und Eichenmischwäldern vor allem südlich der Linie zwischen Oberthulba im Westen und Thundorf im Osten unverändert massiv vermehrt. Deshalb hatten Förster der bayerischen Forstverwaltung, unterstützt von Kollegen der bayerischen Staatsforsten und der Forstbetriebsgemeinschaften, im September die gefährdeten Wälder stichprobenartig geprüft. Dabei wurden jeweils zehn Bäume entlang einer geraden Linie ausgewählt und jeder Baum von der Wurzel bis in zwei Metern Höhe auf neue und alte Eigelege abgesucht. Der Vergleich zwischen der Zahl alter und neuer Gelege erlaubt eine Abschätzung der Populationsentwicklung.

Im vergangenen Jahr waren noch 350 Hektar mit dem Schwammspinner stark befallen, wovon im Frühjahr 2018 etwa 120 Hektar mit naturverträglichem Pflanzenschutzmittel gezielt bearbeitet wurden. In diesen bekämpften Flächen zeigen die verwendeten Mittel eine hohe Wirksamkeit, teilte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) kürzlich mit.