Eigentlich sollte Andreas Lampert die Veranstaltungsfläche nördlich des Schweizerhaus-Stegs errichten. Das ist am Veto der Nachbarn gescheitert. Eine Verlegung des gastronomischen Wirtschaftsbetriebs an den Mäander lehnte der Unternehmer als zu unwirtschaftlich und nicht stadtnah ab. Auch einer Schließung während des Kissinger Sommers stimmte er nicht zu.

Dann kam der Standort am Regentenbau ins Gespräch.
Sofort hatte OB Kay Blankenburg (SPD) Bedenken: Er befürchtet Kollisionen mit Konzerten des Sommers. Für die SPD sagte Bernd Czelustek, dort gebe es auch Straßenlärm, die Container des Betriebs könnte man unter der Brücke "verstecken".

Brigitte Albert (CSU) will keinen Stadtstrand an der "Schokoladenseite" Bad Kissingens und votierte, wie Richard Fix (Grüne), für den Platz am Mäander. Sigismund von Dobschütz (FW) schloss sich dem an. Bad Kissingen sei ein Erholungs- und Reha-Standort, argumentierte er. Klaus Bollwein (CSU) wunderte sich, dass ein privater Unternehmer dieses "edle Grundstück" kostenfrei nutzen dürfe.

Jetzt gibt es einen Stadtstrand "light" nahe dem Regentenbau. Lampert verzichtet auf Beach-Soccer- und -Volleyball-Feld. Entstehen werden Pagoden-Zelte für Lounge- und Barbereich. Eine 450 Quadratmeter große Sandfläche mit Liegestühlen für 100 Gäste. Auf spezielle Events verzichtet man. Es soll keine Partystimmung geben und um 22 Uhr soll Schluss sein mit "Chillen" (Entspannen).

Der Strand wird am 18. Mai eröffnet und ab Mitte September wieder abgeräumt - wenn, das wird spannend - die Nachbarn und das Wasserwirtschaftsamt keine Einwände haben. Die Genehmigung gilt, das wollte auch Lampert so, nur für 2013.