Mehrere mit Flaschen, Müllsäcken und sonstigem Unrat gefüllte Anhänger waren die Bilanz einer Aufräumaktion in Premich. Freiwillige waren dort in der Flur um den Ort am Hang der Schwarzen Berge unterwegs und sorgten für Ordnung.

"Es war schon länger nicht mehr gemacht worden", sagt Eugen Edelmann, einer der Initiatoren. Die diesjährige Aktion hat ihm und seinen Mitstreitern vor allem eines gezeigt: "Wir dürfen das nicht schleifen lassen." Der Anblick der gefüllten Anhänger schockte ihn. "Wie die Leute mit der Natur umgehen - das hätte ich nicht gedacht."

"Wir waren mit drei Traktoren und zwei Fahrzeugen mit Anhänger unterwegs. Es ist alles voll geworden." Plastik, Elektroschrott und Eisenteile füllten die Ladeflächen. Für Ärger sorgen bei ihm insbesondere Leute, die ihre Müllsäcke unachtsam in die Natur werfen. "Die Säcke werden durch die Witterung zunächst porös." Wenn er und sein Freiwilligen Team dann den Müll aufladen wollen, kommt es zu einem Problem: "Die Säcke reißen auf und der Müll verstreut sich."

Für alle Beteiligten war das Verhalten der Umweltsünder laut Eugen Edelmann unbegreiflich. Schließlich besteht die legale Möglichkeit, den Müll ordentlich zu entsorgen. "Nicht mal das Flaschenpfand scheint die Umweltsünder zum Umdenken zu bewegen."

Die engagierten Einwohner durchkämmten das Tal in Richtung Steinach bis hoch zur "Langenleitner Fichte", die Grenzregionen zu Wollbach und Stangenroth und führte sie quer durch die Flur von Premich wieder zurück zum Ausgangspunkt, dem Feuerwehrplatz. Schlechtes Wetter, die frühe Uhrzeit und der kurzfristige Aufruf zur Aktion hielt die Premicher nicht auf. Der Müll landete schlussendlich in einem vom Landratsamt kostenlos zur Verfügung gestellten Container. Die Behörde kümmerte sich zudem um die An- und Abfahrt des Sammelbehältnisses.

Das Engagement der Gruppe aus Premich weiß Rathauschef Daniel Wehner (CSU) zu schätzen. "Ich bin immer erfreut, wenn sich Bürger bereit erklären in ihrer Freizeit an der Aktion teilzunehmen." Für ihn ist klar: Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Gemeinde dann Brotzeit und Getränke zur Mittagszeit für die Helfer übernimmt."