Die Sebastiani- oder Kriegergedächtniskapelle im Oerlenbacher Kapellenweg wirkt für den Betrachter etwas unscheinbar. Oft geht oder fährt man an ihr vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Um die Erinnerungen an ihre wechselvolle Geschichte aufrecht zu erhalten, wurde nun eine kleine Gedenktafeln angebracht.

Mit einem kleinen Feiermoment weihten Bürgermeister Franz Kuhn und der Vorsitzende der Oerlenbacher Jagdgenossenschaft, Ekkehard Schmitt, eine Gedenktafel zur Geschichte der Kapelle ein. Wegen plötzlichen Regens konnte die Feier nicht wie vorgesehen mit Blasmusik der Rentnerband und Bewirtung durch die Feuerwehr vor Ort gestaltet werden. Deshalb wich man anschließend zu einem gemütlichen Ausklang in das Oerlenbacher Feuerwehrhaus aus.

"Die Chronik der Kapelle darf nicht vergessenen werden. Mit der Gedenktafel wollen wir die Geschichte für die Zukunft sichern", so Bürgermeister Franz Kuhn. Gestiftet hat die Gedenktafel die Jagdgenossenschaft. Die Jagdpacht wird nicht ausgezahlt, sondern für soziale Zwecke verwendet. Waren es früher Feldkreuze oder Ruhebänke, die renoviert oder aufgestellt wurden, so wird seit drei Jahren an die Geschichte Oerlenbachs erinnert. So wurden bereits Tafeln am alten Rathaus und am ehemaligen Friedhof, dem heutigen Douvres-Park, welcher der französischen Partnergemeinde Douvres la Dèlivrande gewidmet ist, angebracht.