Rechtzeitig zu Beginn der Mainfrankentour in der Umweltbildungsstätte hörte der Regen auf. Tische und Bänke wurden trocken gewischt und die vielen Gäste konnten Platz nehmen vor der Bühne am Eingangsbereich, von der Bayern 1 live aus Oberelsbach sendete.
Bürgermeisterin Birgit Erb und der Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Bernd Fischer stellten die Einrichtung vor. "Alles richtig gemacht?", fragte Moderatorin Irina Hanft in Anbetracht der fünfjährigen Erfolgsgeschichte der Umweltbildungsstätte. "Ich denke schon", antwortete Erb. Und ergänzte: "Die Umweltbildungsstätte ist deutschlandweit in aller Munde".
Geschäftsführer Fischer sprach von einem "vollen Haus", das sehr gut ausgelastet sei und hervorragend mit einer Vielzahl regionaler Partner zusammenarbeitet. Einer dieser Partner ist Schäfer Josef Kolb aus Ginolfs. Er hatte zwei Rhönschafe mit ihren einwöchigen Lämmern dabei. Kolb betreibt Umweltbildung im Schafstall. Gruppen, die in der Umweltbildungsstätte zu Gast sind, kommen zu ihm nach Ginolfs. "Es ist wichtig Zusammenhänge zu vermitteln", betonte Kolb.
Die Umweltbildungsstätte zählt zum Verbund des Rhöniversums, zu dem die Schullandheime Bauersberg und Thüringer Hütte gehören. Die Geschäftsführerin des Schullandheimwerks Unterfranken, Helga Suttner, und der Leiter der Einrichtungen an der Thüringer Hütte, Peter Gehring, stellten mit Bernd Fischer das vorbildliche Konzept der Zusammenarbeit vor. "Drei eigenständige Häuser, die in Sachen Vermarktung und Werbung sich gegenseitig unterstützen", fasste die Moderatorin zusammen.
Pax-Bräu ist ein weiterer Partner der Umweltbildungsstätte. Inhaber Andreas Seuffert: "Ich experimentiere mit allem, was zum Verzehr geeignet ist!". Aus dem Publikum holte die Moderation drei Freiwillige, die ungewöhnliche Geschmackserlebnisse mit dunklem Bier erleben durften.


Innovativ und zukunftsorientiert

Der Hausmeister der Umweltbildungsstätte, Alexander Heimgärtner, zeigte dem Bayern-1-Team, wie schnell er aus Paletten ein Sofa zimmert. Moderator Eberhard Schellenberger freute sich über die Sitzgelegenheit, die mit den Unterschriften der Moderatoren versehen im Foyer der Umweltbildungsstätte Platz finden wird.
In der Live-Sendung ging es auch um die Akzeptanz der Einrichtung. "Bei jedem Projekt gibt es Befürworter und Kritiker", räumte Erb ein. "Die Oberelsbacher haben schon immer innovativ und zukunftsorientiert gedacht. Die Leute haben mitdiskutiert." Damit war der Bogen zum Thema Nationalpark nicht mehr weit. Ob die Rhön ein zweiter Steigerwald werde, fragte Moderatorin Nadine Hauck. "Ich hoffe nicht", entgegnet Erb. "Die Rhöner sind bekannt für besonnene und ergebnisoffene Diskussionen, besonders im Landkreis Rhön-Grabfeld. Die Bevölkerung will Informationen und die bekommen sie aus erster Hand."
Erlebnisbäuerin Daniela Mültner aus Nordheim und der pädagogische Leiter der Umweltbildungsstätte, Joachim Schneider, stellten ihre Konzepte vor. Barbara Landgraf, Bernd Fischer und Michael Geier besprachen Regionalität und Kooperationen mit Direktvermarktern. Davon konnten sich die Besucher bei zahlreichen Köstlichkeiten überzeugen.