Der Marktgemeinderat stellte in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für die Bewirtschaftung des 433 Hektar großen Gemeindewaldes in den nächsten 20 Jahren. Das Gremium genehmigte einstimmig den neuen Forstwirtschaftsplan. Als Ziele wurden darin eine nachhaltige und funktionsgerechte Bewirtschaftung des Waldes, ein weiterer Vorratsaufbau an gutem und wertvollem Holz, eine Verbesserung der Waldstruktur, ein positives Betriebsergebnis ohne Gewinnmaximierung, Erhaltung und Verbesserung der Erholungsfunktion, Brennholzversorgung, Naturschutz, die Zusammenfassung der Gemeindewald-Flächen sowie das Fitmachen des Gemeindewaldes für den Klimawandel definiert.

Der alte Forstwirtschaftsplan aus dem Jahr 1997 war Ende 2016 ausgelaufen und musste deshalb erneuert werden. Im Oktober 2015 hatte der Marktgemeinderat der Erstellung eines neuen Plan zugestimmt.

Mit seiner Ausarbeitung hatte die untere Forstbehörde den freiberuflichen Forstsachverständigen Dieter Hüttlinger aus Würzburg betraut. Anschließend fand ein gemeinsamer Grundlagenbegang mit Vertretern der Forstverwaltung, Bürgermeister Klement und Mitarbeiterinnen der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld statt. Dieter Hüttlinger begann mit einer detaillierten Inventur und der Planung der notwendigen Maßnahmen im Gemeindewald in den nächsten 20 Jahren. Die Ergebnisse wurden zunächst im Oktober 2016 im Rahmen eines Abnahmebegangs vorgestellt und nun dem Marktgemeinderat präsentiert, der letztendlich darüber zu entscheiden hatte.

Der Klimawandel trägt zu einer Veränderung der Baumarten bei. Der Nadelholz-Anteil liegt bei 22,2 Prozent und hat um 3,8 Prozent abgenommen, entsprechend hat der Laubholzanteil zugenommen und beträgt 77,8 Prozent. 51 Prozent der Bäume sind Eichen, neun Prozent Kiefern (minus 3,7 Prozent), acht Prozent Fichten (minus 1,6 Prozent). Der Holzvorrat beträgt insgesamt 92.665 Erntefestmeter. Er ist damit von 192 auf 227 Erntefestmeter pro Hektar angestiegen.

Der Hiebsatz soll im neuen Forsteinrichtungsplan 1800 Erntefestmeter pro Jahr betragen, dies entspricht 4,4 Erntefestmeter pro Hektar. Im alten Plan waren waren nur vier Erntefestmeter pro Hektar und Jahr vorgesehen. "Der Hiebssatz liegt zwar leicht über der letzten Forsteinrichtung, befindet sich aber noch deutlich unter dem Zuwachs" heißt es in der Beschlussvorlage. Damit bleibe der Grundsatz der Nachhaltigkeit gewahrt und ermögliche einen weiteren Vorratsaufbau im Maßbacher Gemeindewald, heißt es da weiter.