Das Schönste am Ruhestand ist für Joachim Pennig, dass er keine Verpflichtungen mehr hat. Ein gutes halbes Jahr ist Joachim Pennig jetzt nicht mehr als Pfarrer von Münnerstadt tätig. In der neuen Kleinostheimer Heimat haben sich die Pennigs gut eingelebt. Den neu gewonnenen Freiraum hat Joachim Pennig in den letzten Monaten genutzt, sich einen langgehegten Wunsch zu erfüllen. Er hat ein Buch geschrieben. Das zweite ist schon in Arbeit.
Doch das Leben ohne Verpflichtungen war in den ersten Wochen für Joachim Pennig auch ungewohnt. Er sei, das gibt er zu, erst einmal in ein Loch gefallen. Das Schreiben sei für ihn auch gleichzeitig eine therapeutische Maßnahme gewesen. Gleichzeitig habe er endlich die Zeit gefunden, Dinge in den Computer zu schreiben, die ihm schon lange am Herzen gelegen haben. "Was unsere Welt rettet", heißt sein erstes Buch. "Es ist das Ergebnis einer 40-jährigen Predigttätigkeit", betont Joachim Pennig. Die ersten 150 Seiten sind ihm deshalb sprichwörtlich aus der Feder geflossen.
In all den Jahrzehnten, in denen er als Pfarrer gewirkt hat, habe er sich Notizen zu seinen Predigten gemacht. Jetzt will Pennig die Erfahrungen, die er gemacht hat, weitergeben. Es geht darum, auf unterhaltsame Weise aufzuzeigen, wie Predigten aufgebaut sein sollten, damit sie die Gläubigen auch berührt. Der narrative (erzählerische) Anteil müsse hoch sein, hat er immer wieder festgestellt.
Im zweiten Teil des Buches zeigt Pfennig anhand von Beispielen auf, wie diese Verbindung zum Zuhörer geschaffen werden kann. Es sei durchaus als Lehrbuch zu verstehen, meint Pennig. Dem ganz normalen Leser gebe das Buch aber auch Einblicke, was hinter dem Text einer Predigt noch steht.
Im dritten Teil seines Buches befasst sich Joachim Pennig mit Begriffen und will den Leser zu einem tieferen Verständnis von Bibeltexten verhelfen. "Es ist auch ein Begleitbuch für Bibelleser", so Pennig. Der ehemalige Münnerstädter Pfarrer möchte, dass Gläubige heute leichter verstehen, was die Bibel den Menschen vor fast 2000 Jahren sagen wollte. Man müsse die Texte übertragen auf die heutige Zeit.
Das erste Buch soll Teil einer kleinen Reihe sein. Der zweite Band ist bereits in Arbeit. Darin befasst sich Joachim Pennig mit der Liturgie. Er möchte die Bedeutung der Liturgie den Menschen wieder näherbringen. Die Liturgie am Sonntag ist für ihn eine wichtige Pause, um der Seele Ruhe zu geben. "Die Sonntags-Liturgie ist ein Angebot an die Seele, aus dem Teufelskreis des Alltags herauszufinden", erklärt Pennig. Dies schaffe Freiheit für die eigene Person, meint Pennig. Das möchte er in seinem zweiten Band den Lesern bewusst machen. Liturgie ist für ihn aber auch das Verbindende einer Gemeinschaft. Es sei ein gutes Gefühl, sie gemeinsam zu erleben, findet Pennig.
Auch der zweite Band wird sowohl den Kirchenprofi als auch den Laien ansprechen. "Ganz viel Seelsorge-Erfahrung" stecke in den Texten. Er wünscht sich, dass die Leser dadurch den Gottesdienst neu erfahren können. Wann das Buch fertig sein wird, ist noch offen.
Das erste Buch von Joachim Pennig ist als eBook/EPub erschienen. Nachdem er auch jüngere Menschen erreichen will, sei dies die geeignete Form. Das Buch sei auf Handy, Tablet oder einem eBook-Reader lesebar. Derzeit steht er aber auch mit einem Verlag in Verhandlung, der das Buch unter Umständen in einer gedruckten Ausgabe veröffentlicht.


Das Buch "Was unsere Welt rettet" kann bei www.neobooks.com heruntergeladen werden.