Mit vollem Haus startete die Theatergruppe Thundorf in die diesjährige Saison mit dem Stück "Termin bei Petrus" in drei Akten von Bernd Kietzke. Mit der Nachmittagsvorstellung für Senioren und Kinder sind es in diesem Jahr insgesamt zwölf Vorstellungen der Laienspielgruppe, die nahezu alle ausverkauft sind.

Die Theatergruppe Thundorf hat sich entschieden, ihre Theateraufführungen fortzuführen. Für diejenigen, die der Vorführung aus gesundheitlichen Gründen oder aus Angst vor einer Ansteckung durch den Corona-Virus fernbleiben, wird selbstverständlich der Eintritt zurückerstattet, heißt es in einer Pressemitteilung der Theatergruppe.

Drei Stunden in der Parallelwelt

Schon bei der Premiere gab es stehende Ovationen auf der Bühne und tosende Lachsalven im Publikum. Die Thundorfer Festhalle wurde zu einem bunten Spektakel. Dem Autor der Komödie "Termin bei Petrus" ist es gelungen, aus dem Jenseits dem Publikum näherzukommen. Die Thundorfer Theatergruppe nimmt sich circa drei Stunden Zeit, die Gäste in eine Parallelwelt bei Petrus und seinen Engeln zu versetzen.

Was sich im Vorzimmer von Petrus (Ansgar Gessner), als genervter umsichtiger Empfangschef im Himmel abspielt, ist turbulent. Mit geübtem Blick und tollem Sprachwitz trifft der Autor des Stückes Tonfall und Mentalität. Frau Wächter (Christine Geier), die nie auf den Mund gefallen ist, als Petrus' Vorzimmerdame, ist für den Telefondienst und die Anmeldung der Verstorbenen zuständig. Als erste begehrt die Wahrsagerin Luise Siffer (Linda Halbig) Einlass. Doch ihr unchristliches Verhalten und Furcht vor dem Weihwasser entlarven sie sehr schnell als Hochstaplerin.