In den Galerieräumen des Deutschordensschlosses ist eine neue Ausstellung zu sehen. Während hier normalerweise nur ein Künstler seine Werke zeigt, sind es in diesmal gleich zwei: Helmut Kriener und mister waters präsentieren ihre in jahrzehntelanger Arbeit entstandenen Kunstwerke und beeindrucken mit großer künstlerischer Vielfalt.

Die Werke Helmut Krieners zeichnen sich durch eine fast schon überbordende Fantasie aus. Seine Werke in Öl, Acryl und Aquarell, aber auch seine Holzarbeiten sind technisch brillant. Überzeugend ist hier vor allem die Erfindungsgabe, deren surreale Realität den Betrachter in den Bann zieht. Kurz und knapp bezeichnet Kriener seinen Stil als "Fantasmus".

"Ich male bereits seit dem Teenageralter, für mich ist die künstlerische Tätigkeit lebensnotwendig", sagt Helmut Kriener. In seinem Atelier in Windheim entstehen Kreationen, die sich durch einen eigenen Stil auszeichnen. "Für mich war die Kunst auch immer so etwas wie ein Ausgleich zu meiner Arbeit", meinte der ehemalige EDV-Techniker, dem die Kunst schon immer am Herzen lag.

Seine Werke entstehen vor allem nachts, wenn es ruhig ist und nichts den künstlerischen Fluss stört. "Dabei vergesse ich die Zeit und versinke in den Bildwelten", weiß Kriener zu berichten. Er betrieb die Malerei immer als Hobby, in die "künstlerische Produktion" wollte er nie gehen. "Man muss Spaß an der Kunst haben", so sein Credo. Dies ist für ihn Antrieb und Inspiration zugleich.

Auch für mister waters, den zweiten im Bunde, ist die Kunst Lebensinhalt und Berufung. Früh kam der gebürtige Garitzer mit der Kunstszene in Berührung, wobei er zu seinen Vorbildern Kandinsky, Miro, Hundertwasser und Picasso zählt. "Die Kunst ist meine Berufung, der Schaffensprozess ein innerer Drang, den ich schon von Kindheit an verspürte", erklärt er.

Wichtig ist ihm bei seinen Werken, dass der Betrachter selbst kreativ wird, seine Phantasie nutzt und die Bilder so interpretiert. Seine Werke entstehen bei der Arbeit an denselben, er lässt sich im künstlerischen Schaffensprozess immer wieder inspirieren - Intuition hat dabei oberste Priorität. "Der Weg ist für den Künstler das Ziel", ist seine Überzeugung. Dabei ist er auch musikalisch aktiv und hat sich als Drummer einen Namen geschaffen. Viele künstlerische Ausdrucksformen gehen so ineinander über, was sich an den Bildern von mister waters zeigt.
Kultourismus im Schloss will auch weiterhin Kunstschaffenden gerade aus der Region ein Forum bieten, auf dem sie ihre Werke präsentieren können. Trotz klammer Mittel sind die Verantwortlichen um Museumsleiter Björn Hein bemüht, diesen Anspruch weiterhin in die Tat umzusetzen.


Die Ausstellung

Die Kunstausstellung von Helmut Kriener und mister waters ist bis zum 9. Juni 2014 in den Galerieräumen des Deutschordensschlosses Münnerstadt zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Freitag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr.