Die Freunde des Oberen Tores haben ihren langjährigen Vorsitzenden Wolfram Graeber im Amt bestätigt. Für drei weitere Jahre übernimmt er die Führung und steht damit bereits seit der Gründung im Jahr 2003 an der Spitze des Vereins mit seinen zurzeit 215 Mitgliedern. Zwar sprach Wolfram Graeber in seinem Rechenschaftsbericht bescheiden von "relativ ruhigen Jahren 2018 und 2019". Doch untätig war der Vorstand durchaus nicht, wie sich im Laufe des Abends zeigte.

Die städtische Musikschule räumt die Zehntscheune und zieht um in die alte Landwirtschaftsschule. Graeber will mit Bürgermeister Michael Kastl verhandeln, damit der Verein sich hier niederlassen kann. Er könnte sich vorstellen, dies in Zusammenarbeit mit dem Rhönklub-Zweigverein zu tun, "der auch eine neue Bleibe sucht", teilte er mit.

Er wünscht sich auch, dass Künstler im Turm ausstellen und dadurch wieder Leben in das alte Gemäuer einkehrt, "das ist mein Traum".

Graeber verhandelt mit Bürgermeister Kastl auch über die weihnachtliche Beleuchtung des Oberen Tores. Er hat dabei das Hohntor in der Nachbarstadt Bad Neustadt an der Saale im Sinn, das seit Jahren in der Vorweihnachtszeit mit tausenden kleiner Glühlampen beleuchtet wird. Er hofft, dass auf Kosten der Stadt eine stromsparende LED-Beleuchtung angebracht wird. "Unsere Strahler kosteten jedes Jahr etwa 350 Euro Stromkosten, das war zu viel für unser Budget", betonte er.