Das riesige Zimmer ist modern eingerichtet und trotzdem sehr gemütlich. An der Wand flackert ein elektrischer Kamin. "Den lieben sie sehr", sagt Regina Volkmuth, die Leiterin der neu geschaffenen solitären Tagespflege im Juliusspital. Auch die Küche und der Essbereich sind hochwertig ausgestattet. Schließlich sollen sich die Senioren, die hier tagsüber betreut werden, richtig wohl fühlen. Die Tagespflege, in der 20 Senioren betreut werden können, ist im neuen Anbau des Juliusspitals untergebracht, der in diesem Frühjahr eingeweiht wurde.

"Gelungenes Werk"

Es sei ein gelungenes Werk, zu dem die Juliusspitalstiftung einen großen Beitrag geleistet habe, sagte der stellvertretende Stiftungsvorstand der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung, Martin Pfeuffer. 71 000 Euro habe die Juliusspitalstiftung gespendet, ergänzte Heimleiterin Dagmar Schirling. Das Spital samt Betreuten Wohnen im Haus St. Michael wird seit einigen Jahren von der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung betrieben, der Zweck der Juliusspitalstiftung ist aber der gleiche geblieben: die Unterstützung der betreuten Senioren. "Wir sind sehr dankbar, dass wir diese ständige Unterstützung haben", betonte Martin Pfeuffer.

Ein Herz und eine Seele

Von dem Geld könne die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung Dinge kaufen, die sonst nicht möglich wären. In diesem Fall ist die komplette Einrichtung der Tagespflege angeschafft worden. Zwischen den beiden Stiftungen gebe es eine enge Verbindung. "Wir sind ein Herz und eine Seele, es ist ein schönes Miteinander", so Martin Pfeuffer, der sich auch im Namen des Stiftungsrates mit dem Vorsitzenden Landrat Thomas Bold (CSU) und Stiftungsvorstand Marco Schäfer für die Spende bei Bürgermeister Michael Kastl (CSU) bedankte, der Mitglied des Stiftungsrats der Juliusspitalstiftung ist.

Er sei sehr froh darüber, dass sich die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung in Münnerstadt so einbringt und so viel investiert, sagte Michael Kastl. Er sei auch dankbar, dass die Sozialstiftung die Herausforderung angenommen und das Spital von der Juliusspitalstiftung übernommen hat. "Das war der richtige Schritt", bestätigte auch Martin Pfeuffer. Gerade die Umsetzung des neuen Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes, das Qualitätsmanagement, oder die Verpflegung der Bewohner stelle für kleine Häuser eine Herausforderung dar, die sie kaum bewältigen könnten.

In guten Händen

Auch die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung stehe vor großen Herausforderungen, meinte Michael Kastl. Er sei dankbar, dass sie angenommen werden. "Wir wissen unsere Senioren hier in guten Händen".

"Wir wissen das zu würdigen", meinte Martin Pfeuffer. Die nächste große Herausforderung wird der Umbau des früheren Jugendhauses am Dicken Turm sein, den die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung von den Augustinern erworben hat. Das wird zum Betreuten Wohnen umgebaut, zwischenzeitlich sollen dort die Bewohner des Altbaus einziehen, damit das historische Gebäude saniert werden kann.

Hier gebe es wieder Berührungspunkte zwischen der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung und der Stadt Münnerstadt, sagte der Bürgermeister. Denn die Stadt möchte die geplante Fußgängerspanne vom Gymnasium, BBZ und Lache-Parkplatz in die Innenstadt über das Freigelände des Jugendhauses errichten.