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Münnerstadt: Bleibt so das große Parkplatz-Chaos aus?

Viele Schüler im neuen Berufsbildungszentrum und wenig Parkmöglichkeiten - das ist ein Problem, vor dem die Stadt Münnerstadt derzeit steht. Nun gibt es eine provisorische Lösung.
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Jetzt geht's los: In der nächsten Stadtratssitzung sollen die Abrissarbeiten auf dem Jäger-Grundstück in Münnerstadt vergeben werden. Thomas Malz
Jetzt geht's los: In der nächsten Stadtratssitzung sollen die Abrissarbeiten auf dem Jäger-Grundstück in Münnerstadt vergeben werden. Thomas Malz

Die Zeit drängt. Auf dem früheren Augustinergelände unmittelbar neben dem Studienseminar entsteht derzeit unter der Federführung des Landkreises Bad Kissingen das neue Berufsbildungszentrum mit sechs Schulen. Im September soll das neue BBZ seine Türen öffnen. Lange Zeit sah es danach aus, als ob in diesem Bereich daraufhin ein Parkchaos ausbricht. Doch nun hat die Stadt eine Lösung gefunden. Diese schließt das Jägergrundstück mit ein. "Bis Schuljahresbeginn wollen wir eine plane Fläche haben, auf der Fahrzeuge abgestellt werden können", sagt Bürgermeister Michael Kastl (CSU). Und es wird wahrscheinlich noch andere Parkmöglichkeiten geben.

Parksituation für die Schüler in Münnerstadt: Viele Autos, wenig Platz

Nach anfänglichen Verzögerungen wegen der archäologischen Funde auf dem Areal läuft es seit dem Spatenstich richtig rund beim BBZ-Neubau. Nicht ganz so rund ist es bisher mit dem benachbarten Entwicklungsgebiet Lache gelaufen, wo die Stadt Münnerstadt unter anderem Parkplätze ausweisen will. Das dauert einfach seine Zeit und es steht fest, dass mit Einzug der Schüler ins neue BBZ dort niemand wird parken können. Der Landkreis hält die für den Bau notwendigen Parkplätze direkt am BBZ-Gebäude und auf dem unmittelbar daneben liegenden Gelände des Schönborn-Gymnasiums vor. Das wird allerdings nicht ausreichen, wie die Bewohner des Karlsberges wissen, wo das alte BBZ steht. Die 660 Schüler kommen täglich unter anderem mit 160 Autos zur Schule. Und die müssen ab September irgendwo in der Nähe des neuen BBZ Parkplätze finden.

Das Problem hat der Stadtrat erkannt und einen Parkplatz auf dem so genannten Jägergrundstück unmittelbar gegenüber des Gymnasiums geplant. Allerdings gab es wieder Verzögerungen. "Die Ausschreibung ist gelaufen, in der nächsten Stadtratssitzung werden die Abrissarbeiten vergeben", sagt Michael Kastl. Bis Ende August sollen dann die alten BayWa-Gebäude abgerissen sein und mit Einzug der Schüler eine ebene Fläche zur Verfügung stehen.

Nicht der Weisheit letzter Schluss: Ausbau dauert an

Allerdings: "Das ist ein Provisorium ", betont Michael Kastl. Inwieweit es eine vorübergehende Parkordnung gibt, lasse sich noch nicht sagen. Der Ausbau als richtigen Parkplatz werde noch eine Weile dauern. Schließlich müssten die Zuschussanträge bei der Regierung gestellt und der Parkplatz geplant werden. Ob der Ausbau dann in Abschnitten über die Bühne geht, damit Schüler gleichzeitig auch auch dort parken dürfen, ist momentan noch offen. Möglich sei außerdem ein Ausbau in den Ferien, meint der Bürgermeister. Und: "Am liebsten wäre es mir in den Sommerferien im nächsten Jahr."

Mehr als 100 Parkplätze sollen auf dem Jägergrundstück entstehen. Auch auf dem kleinen städtischen Areal unmittelbar neben dem Netto-Markt sollen Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Neben dem Schönborn-Gymnasium befindet sich die Firma REMOG, die Anfang des Jahres ihre Türen geschlossen hat. Der Inhaber sucht einen Käufer, aber derzeit stehen die firmeneigenen Parkplätze gegenüber von REMOG leer. "Da laufen Gespräche", sagt Michael Kastl. Zumindest zwischenzeitlich wäre das eine Möglichkeit. "Wir finden Lösungen", ist der Bürgermeister überzeugt. "Das Thema hat in der Verwaltung höchste Priorität." Das habe er auch schon mit den Schulleitern des BBZ und des Gymnasiums besprochen.

Positives Feedback für die Kommunalpolitik

Und das Gespräch ist sehr gut angekommen. Michael Kastl habe die Planung vorgestellt und dabei den Eindruck gemacht, dass er die Dinge jetzt anpackt, sagt Peter Rottmann. Schulleiter am Schönborn-Gymnasium. "Die Schotter-Lösung ist eine sehr gute Sache", meint er zum geplanten Provisorium auf dem Jäger-Grundstück.

Ähnlich sieht es Georg Gißler, Schulleiter am BBZ. Bei Michael Kastl und dem Stadtrat sei angekommen, welche Brisanz das Thema hat. "Wir hoffen, dass das technisch so umsetzbar ist, dass beim Einzug Parkplätze zur Verfügung stehen." Froh sind beide, dass das Thema nun so vehement angegangen wird.