Der Mesner der Pfarrei St. Maria Magdalena erlag einem plötzlichen Lungenversagen. Norbert Düring wurde 61 Jahre alt.
Nichts hatte in den vergangenen Tagen auf eine Erkrankung bei Norbert Düring hingewiesen. Zwischen den Jahren war er auf der Männerwallfahrt von Stadtpfarrer Markus Reis dabei, wie seit vielen Jahren. Am Dienstag probte er mit "seiner Liedertafel" noch für einen Auftritt am Freitag, am Mittwoch saß er mit seinen Freunden beim Stammtisch, gut gelaunt, wie immer. Am Samstag die Nachricht von seinem plötzlichen Tod. Fassungslosigkeit bei Familie und Freunden.
Norbert Düring wurde 1955 in Bundorf geboren und zog mit der Heirat mit seiner Frau Elisabeth nach Münnerstadt. Der gelernte Schreiner fand später im Jugendhaus am Dicken Turm eine Anstellung als Hausmeister - "Ich arbeite hier als Hausmeister und muss manches bereinigen und in Ordnung bringen. Ich kenne das Jugendhaus wie meine Westentasche", sagte er über seinen Lieblingsjob. Dem Haus und dessen Aufgabe war er innigst verbunden, die Schließung des Jugendhauses im Mai 2015 hat ihn hart getroffen.
Und schließlich war er Mesner der Pfarrei. Bei allen Festen der Pfarrei stand Norbert Düring in erster Reihe bei den Helfern. Wer ihn gebraucht hat, hat nie ein Nein von ihm gehört. Er war immer für alle da. Insbesondere galt dies für zwei Vereine in der Stadt, für die Norbert Düring aktiv war und bei denen er eine schmerzliche Lücke hinterlassen wird: Die Liedertafel Münnerstadt (aktiver Sänger und Notenwart) und die Heimatspielgemeinde (er spielte beim Heimatspiel einen Senator). Gleiches gilt für die Mittwochsfußballer. Hier war Norbert seit rund 30 Jahren dabei. Ein Sportsmann durch und durch, die Freunde waren von der Nachricht seines Todes schmerzlichst getroffen.
Norbert Düring war ein Mensch, der in der Gemeinschaft und immer für die Gemeinschaft gelebt hat. Ein gläubiger Mensch. Rund 30 Mal hat er an den Wallfahrten nach Vierzehnheiligen teilgenommen, 2005 ist er den Jakobusweg von seiner Heimatstadt aus nach Spanien gepilgert. Seine Arbeit für das Augustinerkloster hat ihn eng mit dem Orden verbunden. Sein Tod hinterlässt in der ganzen Stadt eine schmerzliche Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Norbert Düring hinterlässt Ehefrau Elisabeth, fünf Kinder und fünf Enkelkinder.