In der Hauptversammlung im Haus der Vereine einigten sich die Mitglieder darauf, im August ein Grillfest im Freibad und im Oktober einen Jubiläumsabend zu veranstalten. Zu beiden Terminen sollen auch die Mitglieder des Fördervereins für das Freibad eingeladen werden, so der Vorsitzende, Uwe Kretzschmar. Und ein Ferienprogramm werde selbstverständlich auch wieder zur Verfügung gestellt.
Beim Wachdienst im Freibad, der an den Wochenenden die Wasserwacht leistet, soll es Änderungen geben, kündigte der Vorsitzende an. Es werde immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden, die bereit sind, samstags und sonntags mit dem Bademeister für Sicherheit zu sorgen. Im Jahr 2013 erklärten sich noch 18 Mitglieder zum Wachdienst bereit, dieses Jahr sind es nur noch neun. Das sei absolut unbefriedigend, da der Dienstplan nicht mehr gefüllt sei und die Wasserwacht personell den Dienst nicht mehr stellen könne, erklärte Uwe Kretzschmar. Deshalb sei eine neue Organisation des Wachdienstes nötig, dessen wesentliches Merkmal die Bezahlung der Stunden durch die Gemeinde in Höhe des Mindestlohnes sei.


Kostenneutral

Trotzdem bleibe diese Umstellung für die Gemeinde kostenneutral, rechnete Uwe Kretzschmar vor. Im Gegenzug will die Wasserwacht nämlich auf den bisher gezahlten jährlichen Zuschuss in Höhe von 1800 Euro aus der Gemeindekasse verzichten. In Jahren mit viel Sonnenschein und dementsprechend langen Öffnungszeiten des Bades müsse die Gemeinde etwas mehr als die 1800 Euro aufwenden. In Jahren mit schlechtem Wetter gleiche sich das wieder aus.
Die anwesenden Mitglieder zeigten sich mit dieser Neuregelung, die allerdings mit der Gemeinde noch endgültig besiegelt werden muss, einverstanden. Die Mitglieder wünschten sich klare Regeln: Bei welchem Wetter und ab welcher Temperataur ist das Bad geöffnet? Dies sei auch für die Einteilung des Wachdienstes notwendig.
Die Schließung des Hallenbades in Münnerstadt im Jahr 2010 ist noch immer Thema in der Maßbacher Wasserwacht. "Das hat uns das Genick gebrochen", klagte ein Teilnehmer der Hauptversammlung mit Blick auf die seitdem stark sinkenden Mitgliederzahl.
Sie fiel von 339 Anfang 2012 auf nur noch 221 Ende Juni 2016. "In fünf Jahren haben wir also 118 Mitglieder verloren", so der Vorsitzende, "es ist dramatisch, wie viele Mitglieder wir Jahr für Jahr verlieren."
Zwar sei der Verein sehr rasch im Hallenbad Dittelbrunn untergekommen. Doch das dortige Bad sei nur 20 Meter lang und habe vier Bahnen, während das Bad in Münnerstadt mit seinen 25 Metern jedoch fünf Bahnen und einen schönen Hubboden gehabt habe. Dittelbrunn sei außerdem weiter entfernt und gerade im Winter nicht so gut erreichbar. Für Mitglieder aus Poppenlauer oder Weichtungen sei Münnerstadt "ein Katzensprung" gewesen.


Weniger kommen zum Training

Zu den besten Zeiten seien zum Training ins Hallenbad nach Münnerstadt 70 bis 80 Schwimmerinnen und Schwimmer gekommen, vier Ausbilder standen am Beckenrand, "das Wasser hat gekocht". Zum Training nach Dittelbrunn kommen jetzt nur noch etwa 25 Erwachsene und Kinder.
Der Vorsitzende lobte die Marktgemeinde Maßbach, die sich ihr Bad 75 000 Euro pro Jahr kosten lasse und jetzt umbaue. Bürgermeister Matthias Klement sehe das Freibad als wichtigen Standortfaktor, insbesondere auch für junge Familien.