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Münnerstadt
Spektakel

Maria Bildhausen: Ein Zeitsprung ins Mittelalter

Ein Blick vom "Petersberg" zeigte am Wochenende, dass das ehemalige Zisterzienserkloster Maria Bildhausen ganz im Bann des Mittelalter versunken war.
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In einen mittelalterlichen Klosterbereich verwandelte sich am Samstag und Sonntag das Kloster Maria Bildhausen. Hier waren Zelte aufgeschlagen, Gaukler sah man oder auch mittelalterlich gekleidete Schausteller. Gerade vom Petersberg aus zeigte sich die ganze Bandbreite der Angebote. Hanns Friedrich
In einen mittelalterlichen Klosterbereich verwandelte sich am Samstag und Sonntag das Kloster Maria Bildhausen. Hier waren Zelte aufgeschlagen, Gaukler sah man oder auch mittelalterlich gekleidete Schausteller. Gerade vom Petersberg aus zeigte sich die ganze Bandbreite der Angebote. Hanns Friedrich
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Wohin man schaute größere und kleinere Zelte, über dem offenem Feuer brutzelte das Essen, Bauchtänzerinnen und Jongleure traten auf und zahlreiches altes Handwerk konnte bewundert werden. Kinder und Jugendlichen stellten dabei oftmals Fragen. Zum Beispiel wie lange man an einem Schwert geschmiedet hat, oder warum man zum Wäsche waschen eine Wanne brauchte und wie das war, als man noch mit Pfeil und Bogen unterwegs war - all das wurde geduldig beantwortet. "Die Kinder heute können es ja nicht wissen, wie schwer das Leben früher war," sagte einer der Aussteller, der Pfeil und Boten erklärte und wie man zu zielen und zu schießen hatte.

Dass beim Mittelaltermarkt in Maria Bildhausen natürlich auch noch die Sonne ihr Bestes gab, das brachte nicht nur zahlreiche Besucher, sondern viele Fotomotive ein. Zum fünften Mal wurde das Forum Cistercium in der historischen Klosteranlage angeboten und viele Schausteller waren gekommen. Vieles, was die Tausende Besucher in den letzten Jahren begeistert hat, war wieder geboten. Natürlich gab es auch viel Neues zu entdecken. Allein 50 Lagergruppen mit rund 450 Teilnehmern waren am Samstag und Sonntag über die weitläufigen Klosteranlage verstreut.

Im Jahr 2013 gab es den Auftakt für dieses Spektakel. Man wollte das Mittelalter in den historischen Mauern des ehemaligen Zisterzienserkloster wieder wach werden lassen. Pünktlich um 14 Uhr öffnete am Samstag der diesjährige Mittelaltermarkt seine Tore. Bereits an den Eingängen gab es einige Hingucker, so einen Stelzenmann oder ein Ritterfräulein mit einem großen Schwert. "Wer darunter durchpasst, zahlt keinen Eintritt," hieß es für die Gäste. An beiden Tagen gab es wieder verschiedene Handwerksvorführungen. Damit die Besucher einen umfassenden Einblick in das Leben im Mittelalter bekommen, haben die Veranstalter den Thulbaer Bauernhaufen eingeladen. Sie boten an beiden Tagen die "Zehntabgabe", sowie den "Klostersturm". Höhepunkt am Samstagabend war der Fackelzug und die Feuershow nach Einbruch der Dunkelheit. Natürlich ist auch wieder an die Kinder gedacht worden. Nicht fehlen darf beim Forum Cistercium die mittelalterliche Musik.

Ritter, Knappen, Burgfräulein und das ganz normale Volk in mittelalterlichen Kostümen mischten sich unter die Besucher. Auf den Ständen der weit gereisten Händler gab es vielerlei zu entdecken und zu bestaunen. Und wenn man glaubte, schon alles gesehen zu haben, entdeckte man plötzlich in irgend einem Winkel noch etwas Interessantes. Da gab es Kleinkunst, Tücher, Decken und Felle. Geschichte wurde an allen Ecken und Enden wach und wer nachfragte, erfuhr, dass gerade im Mittelalter die Klöster ihre intensivste und prägendste Zeit hatten. Genau das sollte dargestellt werden und ist auch wieder gelungen. Dass solch ein mittelalterliches Spektakel zu Maria Bildhausen passt, zeigt ein Blick in die Geschichte: Das Kloster Bildhausen war im Mittelalter prägend für die Region Grabfeld und weit darüber hinaus. Zum Namen Forum Cistercium erfuhr man in Maria Bildhausen, dass Cistercium der lateinische Name von Citeaux, dem Stammkloster der Zisterzienser ist. Das lag 24 Kilometer südlich von Dijon in Burgund. Von ihm leitet sich der Name "Zisterzienser" ab. Den Mittelaltermarkt gibt es im zweijährigen Turnus geben, als wieder im Jahr 2021.