Aufgrund der unsicheren Situation und Corona-Pandemie hat der Arbeitskreis "Rumänienhilfe" der Kolpingfamilie Stadtlauringen, der von den befreundeten Kolpingfamilien Thundorf und Rannungen unterstützt wird, den diesjährigen Hilfstransport nach Rumänien abgesagt. Es wäre der 25. Rumänienhilfstransport gewesen.

In Rumänien wurde heuer im März 60 Tage lang der Notstand ausgerufen. Die Menschen duften sich nur mit triftigem Grund im Umkreis von 30 Kilometern um ihren Wohnort bewegen. Nachts galt eine ausnahmslose Ausgangssperre. Wie der Sprecher des Arbeitskreises, Werner Steinruck mitteilt, waren die Kinder zehn Wochen lang in den Kinderheimen eingesperrt. Nicht einmal in den Osterferien konnten die Kids nach Hause zu ihren Eltern.

Für Reisende, auch aus Deutschland, wurde ein striktes Einreiseverbot verhängt. Wer trotzdem einreiste, musste sich in vierzehntägige Quarantäne begeben. Im anschließend angeordneten 30-tägigen Alarmzustand wurden die Maßnahmen geringfügig gelockert. "Nach unseren Informationen treten jetzt zwar weitere Lockerungen in Kraft, aber es gibt auch immer wieder neue Hotspots, in denen viele Krankheitsfälle auftreten", so Steinruck. Die Lage ist offensichtlich noch ziemlich angespannt und unsicher.

Bei den jährlichen Fahrten des Arbeitskreises haben die Teilnehmer und Helfer stets Kontakt zu vielen Personen. Allein bei der Hin- und Rückfahrt besteht mitunter ein hohes Ansteckungsrisiko. In den Kinderheimen in Rumänien trifft die Crew mit zahlreichen Kindern und Erziehern zusammen. "Wir wollen niemand anstecken, wollen aber auch keine Infektion mit nach Hause bringen", sagt Volker Zimmer. Aus diesem Grund haben sich die Verantwortlichen des Kolping-Arbeitskreises entschlossen, den diesjährigen Hilfstransport und die notwendigen Sammeltermine abzusagen.

In dieser für alle schwierigen Zeit soll den Freunden und Partnern trotzdem ein wenig unter die Arme gegriffen werden. Der Arbeitskreis wird die bereits eingegangenen Spenden, unter anderem vom Benefizkonzert mit dem Gospelchor "Voice of Glory" , nach Rumänien überweisen. Sicherlich wird beim Deutschen Forum in Lupeni, bei Pfarrer Janos Toth in Cristur und bei den Kinderheimen der Stiftung "Hl. Franziskus" jetzt jeder Euro dringender denn je gebraucht.

Der Verein ruft dazu auf, die Freunde in Rumänien mit einer Geldspende zu unterstützen. Spendenkonto bei der VR-Bank Schweinfurt eG, Empfänger: Kolpingfamilie Stadtlauringen - Rumänienarbeitskreis, IBAN. De21 7906 9010 0003 121224, BIC: GENODEF1ATE.

Der Arbeitskreis gibt ferner bekannt, dass wenn sich die allgemeine Lage gebessert hat, wieder ein Transport durchgeführt wird. In diesem Fall erfolgt eine rechtzeitige Information über die neuen Sammeltermine.