"Die Feuerwehr ist die älteste und effektivste Selbsthilfeeinrichtung der Bürger. Wir alle schätzen die freiwillige ehrenamtliche Arbeit unserer Feuerwehrleute" betonte Bürgermeister Matthias Klement, als er 13 Wehrmänner aus Poppenlauer und Weichtungen, die für 40 oder 25 Jahre Feuerwehr-Dienst geehrt werden sollten, im Maßbacher Rathaus willkommen heißen konnte.
Auch der stellvertretende Landrat Emil Müller, Kreisbrandrat Benno Metz, Kreisbrandinspektor Ronald Geis, die Kommandanten und stellvertretenden Kommandanten der Wehren des Marktes Massbach sowie die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar waren zu dieser Ehrung gekommen.


Vorbildfunktion

Die Feuerwehr sei für die Sicherheit in der Gemeinde außerordentlich wertvoll, betonte Klement, "die Gemeinde steht stets Schulter an Schulter mit euch." So weit ist finanziell möglich sei, komme die Gemeinde den Anschaffungs-Wünschen nach. Er dankte den Wehrmännern, dass sie für ihre Ausbildung, für Übungen und für Einsätze sehr viel Zeit opfern. Sie seien Vorbild für die Jugend und hätten sich in hohem Maße um die Gemeinde verdient gemacht.
Der stellvertretende Landrat Emil Müller freute sich, den Männern im Namen des Freistaates die Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre und in Silber für 25 Jahre Dienstzeit an die Brust zu heften. Der Feuerschutz sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinden, doch auf dem Land gehe das keinesfalls ohne die ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Im Landkreis Bad Kissingen gebe es 5500 Feuerwehrmänner und -frauen, "auf diese Zahlen sind wir stolz."


Mehr Aufgaben

Müller erinnerte auch daran, dass die Aufgaben der Feuerwehren in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer weiter gewachsen seien. Vor allem durch den Bau der Autobahnen habe die Verantwortung und die Arbeit zugenommen.
Die Feuerwehr sei oft auch ein wichtiger, manchmal der einzige, Kulturträger in einer Gemeinde und sorge dafür, dass das dörfliche Leben überhaupt noch funktioniere. Sie sei sozusagen "der Kleister einer Dorfgemeinschaft." Jede Gemeinde sei gut beraten, ein gutes Verhältnis zu ihrer Feuerwehr zu pflegen, und das funktioniere im Markt Maßbach sehr gut.
Kreisbrandrat Benno Metz schließlich zitierte den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der gesagt hatte, die Feuerwehr sei die älteste Bürgerinitiative. Diese Menschen seien bereit, ihre eigene Gesundheit zu riskieren, um anderen zu helfen. Wer sich ehrenamtlich einsetze, müsse sich ein dickes Fell zulegen, denn Anerkennung und Lob seien dünn gesät. Eine ständige Ergänzung der Ausstattungen sei wichtig. In Massbach laufe gerade der Kauf eines HLF 20 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug). "Wenn es um Menschenleben geht, sollte Geld keine Rolle spielen," so dazu der Kreisbrandrat. Er erinnerte übrigens daran, dass die für 40 Jahre ausgezeichneten Wehrmänner einen Gutschein über einen kostenlosen einwöchigen Aufenthalt im bayrischen Feuerwehrerholungsheim bekommen, den der Freistaat spendiert. Sie müssen dorthin nicht ohne ihre Ehefrauen oder Lebensgefährtinnen fahren. Deren Aufenthalt finanziert die Marktgemeinde, wie Bürgermeister Klement ergänzte.
Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40 Jahre erhielten: Helmut Dietz, Armin Kaufmann, Albrecht Lenhart, Norbert Dietz, Alfred Bambach, Gerhard Draxler (alle Weichtungen). Arno Seufert (Poppenlauer).
Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre bekamen: Matthias Hochrein, Alexander Sprecakovic, Michael Barthel, Michael Seit, Heiko Manz (alle Poppenlauer). Bernd Nitsche (Weichtungen).