"Es ist geschafft. Es ist toll geworden", begrüßte Bürgermeister Matthias Klement die zahlreichen Frauen und Männer, die auf Einladung der Marktgemeinde in den Ratssaal gekommen waren. Sie alle waren sei es als Helfer am Bau oder als Sponsoren, daran beteiligt, dass der Eingangsbereich des 50 Jahre alten Freibades vergrößert und saniert werden konnte.
Durch die aktive Mitarbeit der Mitglieder des Fördervereins, aber auch anderer Bürgerinnen und Bürger, konnte viel Geld gespart werden. Auch ortsansässige Firmen halfen unentgeltlich mit und der gemeindeeigene Bauhof unter der Leitung von Wolfgang Brust war gerade in den letzten Wochen mit allen Mitarbeitern hier beschäftigt, lobte der Bürgermeister. "Es hat sich gezeigt, dass den Bürgern vor Ort der Erhalt des Bades wichtig ist", hob er hervor und "die Gründung des Fördervereins vor sechs Jahren war eine sehr gute Idee."
Einmal mehr betonte Klement, dass das Freibad ein wichtiger Standortfaktor für das Leben in der Gemeinde und ihre Attraktivität sei. Er dankte dem Marktgemeinderat, dass er einstimmig bereit war, die etwa 140 000 Euro für den ersten Bauabschnitt der Sanierung des Bades und weitere 30 000 Euro für die Solaranlage auf dem Dach des Eingangsgebäudes zu genehmigen.
52 freiwillige Helfer, die meisten davon Mitglieder des Fördervereins, hatten seit Schließung des Bades nach der Badesaison 2016 insgesamt 750 Arbeitsstunden geleistet. Sie alle hatte Barbara Keller, die Vorsitzende des Fördervereins, in ihrem Stundenbuch minutiös notiert. Bürgermeister Klement nannte sie alle namentlich und dankte ihnen für ihre Arbeit und ihr Engagement.
Auch Jugendliche waren mit von der Partie. Sie belohnte der Bürgermeister mit Dauerkarten für das Jahr 2017. Er vergaß aber auch diejenigen nicht, die sich um das leibliche Wohl der Helfer gekümmert und sie regelmäßig mit Essen versorgt hatten. Hier zeigten sich mehrere Gastwirte großzügig. Schließlich dankte er auch dem Förderverein, dass er für den Kioskbereich Tische, Stühle, eine Kaffeemaschine und andere Gerätschaften finanziert hat.
Ganz besonders hob der Bürgermeister drei Frauen und Männern in seiner Dankesrede hervor: Karl Schuller verzichtete auf Geburtstagsgeschenke und bat dafür um Spenden für das Freibad. So konnte er 5000 Euro spenden. Dazu kommen 200 Arbeitsstunden, die Mitarbeiter seiner Firma für das Bad unentgeltlich geleistet haben.
Barbara Keller, die Vorsitzende des Fördervereins, war unermüdlich damit beschäftigt, Helfer für die Arbeiter am Bau zu finden und "sie hat ihre Sache hervorragend gemacht", lobte der Bürgermeister. Sie sei schon Stammgast im Bauhof mit eigener Kaffeetasse geworden.
Wolfgang Brust, der Leiter des Bauhofes, hat den kompletten Neubau geplant und alles organisiert, einschließlich der Zusammenarbeit mit dem Förderverein. Bürgermeister Klement dankte ihm im Namen der Gemeinde und aller Bürger, dass er diese "Mammutaufgabe" so toll gelöst habe. Der Bauhof sei in den letzten Wochen fast nur mit den Arbeiten am Schwimmbad beschäftigt gewesen. Er bat die Bürger um Verständnis dafür, dass deshalb einige Arbeiten in der Gemeinde liegen bleiben mussten.
Wolfgang Brust dankte nicht nur allen Helfern und Mitarbeitern seines Bauhofes für die geleistete Arbeit. Er gab auch zu, dass er am Anfang skeptisch gewesen sei, was die Mitarbeit der Leute vom Förderverein angeht. Doch er freute sich: "Der Einsatz hat sich gelohnt für alle." Barbara Keller fand es "toll, dass ich zu jeder Tages- und Nachtzeit Helfer gefunden habe."
Das Bad ist seit dem Vatertag geöffnet. Angesichts des guten Wetters kamen bereits zahlreiche Badegäste aus der Gemeinde und aus umliegenden Ortschaften. Die Beendigung des ersten Bauabschnittes wird am 29. Juli gefeiert, wenn der Förderverein und die Wasserwacht zum Sommerfest einladen. Im kommenden Jahr sollen die Sanierungsarbeiten weiter gehen, dann sind das Schwimmbecken und die Außenanlagen an der Reihe.