Unter seiner Anleitung wurde das Projekt mit dem Berufsbildungsbereich des Dominikus-Ringeisen-Werkes Maria Bildhausen durchgeführt. "Hier können unsere Betreuten in verschiedenen Stationen herausfinden, in welchem Arbeitsfeld sie nach zwei Jahren arbeiten können und wollen", sagt Mitarbeiter Michael Bühner. Beim Projekt "Lebensturm" musste gesägt, gehobelt, geschraubt und gemessen werden. Die nötigen Materialien wie Äste, Laub und Steine wurden in unmittelbarer Umgebung in der Natur gesammelt. "Bei diesen vielfältigen Tätigkeiten können unsere Betreuten unterschiedliche Materialien und handwerkliche Tätigkeiten kennenlernen und zusammen mit uns eigene Fähigkeiten feststellen und eigenes Wissen einbringen", meinte Bühner. Außerdem könnten Teamfähigkeit, Belastungsmöglichkeiten, die Neugierde und der Umgang mit unterschiedlichen Naturmaterialien für ein späteres Arbeitsfeld beobachtet werden.
Mit großem Eifer und großer Zielstrebigkeit werkelten die zwölf Betreuten unter Anleitung von Michael Dohrmann und den Betreuern in der Werkstatt und im Freien. Hier gab es bei Temperaturen unter Null gleich einen besonderen, zusätzlichen Härtetest.
Der Lebensturm steht in Maria Bildhausen in ruhiger Lage am Waldrand, am Ufer eines Sees und des Dipbachs in unmittelbarer Nähe zum Haus Jonathan, in dem einige Fertigungsbereiche der Dominikus-Ringeisen-Werkstätten untergebracht sind. "Da können wir uns um den Lebensturm gut kümmern und ständig beobachten, was sich tut und was sich darin bewegt und wie sich die Naturmaterialien verändern", sagte Michael Bühner. Pro Jahr werden zusammen mit dem Naturpark und Biosphärenreservat Rhön zwei Projekte durchgeführt.